Erklärung einzelner Fachbegriffe aus dem Bereich der Hochtemperatur- und Industrieprodukte.
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Kurzform für Ein-Komponenten-System. Bezeichnung für Klebstoffe, Lacke, Beschichtungen, Schmiermittel, Kunstharze, Bindemittel und ähnliche Medien, die ohne die Zugabe weiterer Reaktionsmittel (z.B. Härter, Binder, Farbpigmente) gebrauchsfertig sind.
Kurzform für Zwei-Komponenten-System. Bezeichnung für Klebstoffe, Lacke, Beschichtungen, Schmiermittel, Kunstharze, Bindemittel und ähnliche Materialien, die erst durch Zugabe weiterer Reaktionsmittel oder Additive (Härter, Binder, Farbpigmente u.a.) gebrauchsfertig werden. Die Anwendung von 2-K-Systemen erfordert ein Mindestmaß an Fachkenntnissen und zeitlichem Aufwand und ist im industriellen Maßstab an bestimmte verfahrenstechnische Voraussetzungen gebunden.
Fachbegriff (von lat. adhaerere für anhaften) für die physikalische Erscheinung, dass zwischen den Teilchen verschiedener Körper anziehende Kräfte wirken. Adhäsionskräfte bewirken das Haften verschiedener Körper aneinander. Die Größe adhäsiver Kräfte richtet sich nach den beteiligten Stoffen und kann sehr unterschiedlich ausfallen. Bei Klebstoffen, Farben und Lacken ist die Adhäsionskraft sehr groß, bei vielen anderen Materialien eher gering.
Englische Abkürzung für Alkaline-Earth-Silicat (dt. Erdalkalisilikat).
Produktlinie von Kager mit einer Auswahl an anaeroben Industrie-Klebstoffen, die sich durch kurze Aushärtezeiten und einfache Handhabung auszeichnen. Haupteinsatzgebiete sind die Erstellung von Schraubensicherungen, Fügeverbindungen sowie Rohr- und Flachdichtungen.
Englisch-deutscher Begriff für Hochtemperaturwollen aus Erdalkalisilikatfasern. Die Wollen bestehen aus amorphen Fasern, die aus einer Kombination aus Siliciumdioxid (SiO2) und Calciumoxid (CaO) mit oder ohne Magnesiumoxid (MgO) gewonnen werden. Die Herstellung erfolgt durch Schmelzen und rasches Erstarren. Erdalkalisilikatfasern lassen sich mit weiteren Zuschlagsstoffen oder Modifikationen im Materialmix – z.B. durch Zugabe von Zirkoniumoxid (ZrO2) – veredeln. Ihre Temperaturbeständigkeit kann bei bis zu 1.260 °C liegen.
Alkydharze sind wasserabweisende Polymere aus der Gruppe der Polyester. Gewonnen werden sie durch Kondensation mehrwertiger Alkohole (z.B. Glycerin) mit mehrprotonigen Säuren (z.B. Phtalsäure) und dem Zusatz von Ölen bzw. Fettsäuren (zur Modifikation). Man kategorisiert Alkydharze anhand der Höhe des Ölgehaltes (<40 %: kurzölig, bis 60 %: mittelölig, >60 % langölig) und ihrer Trocknungscharakteristik (luft-, ofen-, nichttrocknend). Lufttrocknende Alkydharze polymerisieren unter Sauerstoff. Das Trocknungsverhalten richtet sich nach dem Anteil und der Art der in das Polymer eingebauten Fettsäuren.
Einbringen von Aluminium in Metalle durch Diffusion mit dem Ziel der Bildung einer Oberflächenschicht aus Aluminiumoxid mit einer Temperaturbeständigkeit von bis zu 1500 °C. Das Aluminieren kommt auch für die Oberflächenveredelung von Textilien zum Einsatz.
Aluminiumoxid (Al2O3) wird aus Bauxit gewonnen. Es liegt in Form von Kristallen (α-Form) und Pulver (γ-Form) vor. Die Kristalle verfügen über große Härte (Mohs-Skala: 9 - 9.5), sind Bestandteil des Minerals Korund und nicht wasser-, säure- oder laugenlöslich. Das Pulver (Tonerde) ist weiß, hygroskopisch und lösbar in Säuren und Laugen. Als Pulver ist Al2O3 ein Grundstoff zur Herstellung von Keramiken und Aluminium. α-Aluminiumoxid dient zur Herstellung feinmechanischer Komponenten (z.B. Uhrenlager) und ist ein Schleif- und Poliermittel. Dank seiner Feuerfestigkeit eignet es sich für Ofenwandungen und Laborgeräte; in Zündkerzen dient es als Isolator. Aluminiumoxid-Keramiken gewinnt man durch Pressen und Erhitzen (über 1.500 °C). Sie kommen in elektronischen Bauteilen, Schneidwerkzeugen oder Schmelztiegeln zum Einsatz. γ-Aluminiumoxid wird zur Herstellung von Katalysatoren sowie in der Chromatografie und als Adsorptionsmittel genutzt.
Natürliche Silikatkeramik mit breit gefächertem Einsatzgebiet in Industrie und Forschung. Nach einer Hochtemperaturbehandlung verfügt Aluminiumsilikat (AL2SiO5) über ähnliche Eigenschaften wie synthetische Keramik. Der Werkstoff kann mit spanabhebenden Werkzeugen bearbeitet werden. Er wird häufig zur Fertigung von Prototypen, Vor- und Kleinserien herangezogen. Typische Werkstoffeigenschaften von Aluminiumsilikat sind: Hitzebeständigkeit bis 1.300° C, gute dielektrische und thermische Isolierung, hohe Temperaturwechselbeständigkeit, hohe Abriebfestigkeit, hohe Chemikalienbeständigkeit, Feuerbeständigkeit, hohe Beständigkeit gegen Hochvakuum.
Ammoniak (NH3) ist eine gasförmige, toxische und farblose Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff. Es ist eine der meistproduzierten Chemikalien und Grundstoff für die Herstellung aller weiteren Stickstoffverbindungen. Es ist wasserlöslich, riecht stechend, reizt die Augen und wirkt erstickend. Ammoniak wird weiterverarbeitet zu Düngemittel, vor allem zu Harnstoff und Ammoniumsalzen. In der Biologie hat Ammoniak eine wichtige Funktion als Übergangsprodukt beim Auf- und Abbau der Aminosäuren. Zur Ausscheidung wandeln Lebewesen Ammoniak in ungiftigen Harnstoff oder Harnsäure um.
Aus dem Griechischen abgeleiteter Fachbegriff für Stoffwechselvorgänge in Organismen, die ohne Beteiligung von Sauerstoff ablaufen. Im Gegensatz dazu unterscheidet man aerobe Stoffwechselvorgänge, die auf Sauerstoff aus der Luft angewiesen sind.
Rutschhemmende Matten im Sortiment von Kager aus 1,0 mm dünnem, farbigen Polyvinylchlorid-P (engl. plasticized) mit hohem Reibungskoeffizienten, die zur Fixierung von Laborgeräten, Werkzeugen, Montagegestellen und Bauteilen verwendet werden.
Der Begriff bezeichnet die spezielle Beschaffenheit von Oberflächen und Produkten mit dem Ziel, statische Aufladungen aufzuheben, zu minimieren oder zu vermeiden.
Bezeichnung für aromatische Polyamide mit proteinartigen Strukturen. Sie werden vorwiegend als goldgelbe, organische Kunstfasern und mitunter als Folie hergestellt. Die Fasern verfügen über sehr hohe Festigkeit, Schlagzähigkeit, hohe Bruchdehnung, gute Schwingungsdämpfung sowie Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen. Zudem sind sie sehr hitze- und feuerbeständig. Aramidfasern beginnen ab etwa 400 °C zu verkohlen. Große Einsatzgebiete sind die Herstellung von Fahrzeugpanzerungen und Arbeitsschutzkleidung. Als Substitut für Asbest kommen sie in Bremsbelägen, Dichtungen und als Verstärkungsmaterial zum Einsatz. Auch in der Elektro-Isolation werden sie verwendet. Aramidfasern wurden 1965 von der US-amerikanischen Chemikerin Stephanie Louise Kwolek bei DuPont entwickelt und unter dem Markennamen Kevlar im Markt eingeführt.
US-amerikanischer Hersteller von Technischen Keramiken, Klebstoffen, Beschichtungen, Dichtungs- und Vergussmassen für Hochtemperatur-Anwendungen (bis 1.760° C). In Deutschland werden die Produkte des Unternehmens vom Handelshaus Kager angeboten. Sie kommen in der gesamten Industrie bei der Entwicklung von Sensoren, elektrischen Komponenten und Analysegeräten zum Einsatz. Automobilbau, Luft- und Raumfahrt, Chemietechnik, Metallurgie, Energietechnik und die Halbleiterindustrie gehören zu wichtigen Anwendern.
Produktlinie mit verschiedenen Ein- und Mehrkomponenten-Klebstoffen auf der Basis von Zirkonium-, Aluminium- und Magnesiumoxid sowie Siliziumcarbid. Geeignet unter anderem für das Verbinden von Keramik- und Graphit-Bauteilen in Hochvakuum-Einrichtungen.
Sammelbegriff für natürlich vorkommende, faserförmige, kristallisierte Silikatminerale, aus denen sich technisch verwendbare Fasern unterschiedlicher Länge gewinnen lassen. Lange Zeit aufgrund großer Festigkeit, Hitze- und Säurebeständigkeit sowie guten Dämmeigenschaften als „Wunderfaser“ gehandelt, ist der Einsatz heute in vielen Ländern verboten. Asbest kam viele Jahre in Schiffbau, Bauwesen, Automobilbau und Textilindustrie zum Einsatz, gilt heute jedoch als gesundheitsgefährdend.
Kurzform für die internationale Standardisierungsorganisation ASTM International (American Society for Testing and Materials) mit Sitz in West Conshohocken, Pennsylvania, USA. Sie publiziert Technikstandards für Dienstleistungen und Produkte und fokussiert sich dabei auf die Entwicklung standardisierter Prüfverfahren. Mitglieder sind Hersteller, Anwender, Behörden und Wissenschaftler aus über 100 Ländern. In Deutschland kommen ASTM-Standards unter anderem in der Bruchmechanik und in der Faser- und Textilprüfung zum Einsatz. Etliche der hochtemperaturfesten Epoxidharz-Klebstoffe im Kager-Portfolio erfüllen beispielsweise die Vorgaben der ASTM D1002-94 und der ASTM D790.
Kurzform für Aluminiumsilikatwolle. Bindemittelhaltige Keramikfaserwolle für Einsatztemperaturen von bis zu 1250° C. Aluminiumsilikatwollen sind amorphe Fasern, die durch Schmelzen von Aluminiumsilikat und Siliziumdioxid, meist im Gewichtsverhältnis 50:50, hergestellt werden (dazu: VDI 3469 Blatt 1, 5 und TRGS 521).
Auch Satinbindung. Gehört neben der Leinwand- und Köperbindung zu den Grundbindearten bei der Herstellung textiler Gewebe. Die Atlasbindung führt zu einer sehr hohen Dichte des Fadengeleges. Damit sind sehr hohe Gewebefestigkeiten zu erreichen. Die Oberfläche ist geschlossen und glatt. Sie lässt sich daher sehr gut beschichten.
Bezeichnung für den Übergang eines Werkstoffs vom flüssigen in den festen Zustand. In der Technik spricht man sowohl vom Aushärten von metallischen Werkstoffen und Baustoffen (Beton) als auch von Kunststoffen (insbes. reaktiven Kunstharzen), Lacken und Klebstoffen.
Farblose, niedrigviskose Flüssigkeit, die als polares, aprotisches Lösungsmittel und in der organischen Chemie als Grundstoff für zahlreiche Synthesen verwendet wird. Synonym für die organisch-chemische Verbindung Propanon bzw. Dimethylketon. Aceton riecht süßlich, ist leicht entzündlich und geht mit Luft ein explosives Gemisch ein. Es ist mit Wasser und vielen organischen Lösungsmitteln mischbar. Der Siedepunkt liegt bei 56 °C.
Lieferform für Produkte, die in Gestalt von Bändern (oft auf Rolle) oder zu Bändern verbunden bereitgestellt werden. Etiketten, Stanzteile, Elektronikbauteile, Textilien und viele andere technische Produkte werden aus Gründen der vereinfachten Verpackung oder der wirtschaftlichen Weiterverarbeitung als Bandware ausgeliefert.
Sammelbegriff für Strichcodes, Balkencodes oder Streifencodes (von engl. bar für Balken) mit optisch-elektronisch lesbarem Druckbild aus unterschiedlich breiten, in unterschiedlichen Abständen zueinander, vertikal stehenden Parallelstrichen. Code verweist auf die Darstellung der Dateninformationen in Binärsymbolen. Barcodes lassen sich mit Lesegeräten (Kameras, Scannern) erfassen und elektronisch verarbeiten.
Physikalisches Verfahren zur Vorbehandlung der Oberflächen von Werkstoffen (auch Abflammen). Eine offene, sauber brennende Gasflamme wird über die Oberfläche geführt, wobei hier polare chemische Gruppen entstehen, die die Applikation einer anschließend aufzubringenden Beschichtung optimieren.
Benzol (C6H6) oder Benzen ist eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch und zählt zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen. Da krebserregend, wurde Benzol als Lösungsmittel weitgehend durch die weniger giftigen methylsubstituierten Benzole Toluol und Xylol ersetzt, und wird heute fast nur noch als Rohstoff zur Herstellung von Industriechemikalien herangezogen. In den USA ist Benzol verboten, in Deutschland darf es in minimaler Menge (1,0 %) in automobilen Kraftstoffen enthalten sein.
Als Biege(zug)festigkeit wird jene Zug- oder Druckspannung in der Randbereichen eines Bauteils bezeichnet, die bei der Belastung durch ein Biegemoment entsteht und zu einer plastischen Verformung des Bauteils oder zu dessen Bruch führt. Im Ingenieurwesen gehört die Biege(zug)festigkeit zu den quantitativ spezifizierbaren Festigkeitswerten für Werkstücke und Werkstoffe.
Bezeichnung für die Löslichkeit von Werkstoffen in Lebewesen. Eine geringe Biolöslichkeit gilt als ein Hinweis für die Kanzerogenität von Fasern bestimmter Form und Größe, also ihre Eigenschaft, die Bildung bösartiger Tumore zu verursachen. Zur Bewertung der Löslichkeit von Stoffen in Lebewesen, insbesondere jene von Fasermaterialien, wird der Kanzerogenitätsindex (KI) herangezogen, der zur Beurteilung der Biolöslichkeit im menschlichen Körper die Halbwertszeit heranzieht. Künstliche Mineralfasern werden anhand des Kanzerogenitätsindex eingestuft. Fasern mit einem KI von 30 bis 40 stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
Marketingbegriff, der die Entwicklung, die Etablierung und die Stärkung einer Marke bzw. eines Markennamens beschreibt. Umfasst mitunter auch die Mittel und Methoden, die dazu genutzt werden.
Fachbegriff aus der Festigkeitslehre. Beschreibt die mechanische Spannung, unter der ein Bauteil bricht oder reißt. Je nach Art der Beanspruchung unterschiedet man in der Technik zwischen Zugfestigkeit, Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Scher- oder Torsionsfestigkeit.
Calciumoxid (CaO) ist eine weiße kristalline Substanz, die mit Wasser unter Wärmeentwicklung reagiert. Wird auch als gebrannter Kalk, Branntkalk, ungelöschter Kalk, Kalkerde, Ätzkalk oder Freikalk bezeichnet.
Produktserie im Angebot von Kager mit verschiedenen Ein- und Zwei-Komponenten-Kleb- und Dichtstoffen auf Keramikbasis, die sich für Hochtemperatur-Anwendungen eignen.
Oberbegriff für eine Produktlinie im Kager-Portfolio, in der sich eine Auswahl gießbarer Keramiken für Hochtemperatur-Anwendungen findet. Sie werden mit Wasser abgebunden und sind ausgelegt für die Montage keramischer und metallischer Bauteile.
Produktname für einkomponentige Hochtemperatur-Coatings auf Keramikbasis im Produktsortiment von Kager. Geeignet zur Herstellung harter Beschichtungen mit guter elektrischer Isolierung und hoher Temperaturbeständigkeit (bis 1.370° C).
Kurzbezeichnung für mit Kohlenstofffaser verstärkten Kunststoff (auch: carbonfaserverstärkter Kunststoff). Es handelt sich hierbei um einen Verbundwerkstoff, bei dem Kohlenstofffasern in eine Kunststoff-Matrix eingebettet sind. Die Matrix verbindet die Fasern und füllt die Zwischenräume aus. Als Matrix kommt häufig Epoxidharz zum Einsatz, aber auch andere Duroplaste oder Thermoplaste sind dafür nutzbar. CFK eignet sich vor allem für Anwendungen, in denen bei geringen Massen hohe Steifigkeiten gefordert sind – beispielsweise bei der Herstellung von Reaktionsbehältern, Fahrradrahmen und Yachten.
Die Begriffe Chemikalienbeständigkeit oder chemische Beständigkeit werden für die Beschreibung der Widerstandsfähigkeit von Werkstoffen gegen den Einfluss von Chemikalien verwendet. In der Technik unterscheidet man zwischen chemisch beständigen, bedingt chemisch beständigen und chemisch unbeständigen Werkstoffen.
Fachbegriff für die thermodynamische Stabilität eines chemischen Systems bzw. einer chemischen Verbindung. Thermodynamisch stabil ist ein chemisches System, wenn es sich im chemischen Gleichgewicht mit seinem Umfeld befindet. Chemische Verbindungen, die beliebig lange unverändert bestehen können, werden als stabil bezeichnet.
Methode der subtraktiven Fertigungstechnik, vorrangig angewendet zur Herstellung von spannungs- und gratfreien Präzisionsbauteilen aus Eisen- und Nichteisen-Metallen. Wird international auch als Photo-Chemical Machining (PCM) bezeichnet. Das Verfahren kommt im industriellen Maßstab unter anderem zur Produktion von Bauteilen mit feiner Gitter- oder Netzstruktur sowie Leiterplatinen für integrierte Schaltkreise, Brennstoffzellen-Platten, Spezialfedern und Dekoteilen zum Einsatz.
Produktgruppe im Sortiment von Kager mit einer Auswahl an selbstklebenden Einzelmesspunkten zur Überwachung von Niedrigtemperaturen von unter 0° C.
Englischer Begriff für technische Beschichtungen zum Schutz von Oberflächen (z.B. Lack). Der Begriff wird auch für das Beschichten im Sinne der fertigungstechnischen Hauptgruppe nach DIN 8580 verwendet. Beschichtungsverfahren dienen dem Auftragen einer festhaftenden Schicht aus formlosem Material auf die Oberfläche eines Bauteils. Ein Coating bzw. eine Beschichtung kann dünn- oder dickschichtig sein oder aus mehreren Schichten bestehen. Man unterscheidet chemische, mechanische, thermische und thermomechanische Beschichtungsverfahren.
Produktname für einen handlichen Kaltluftstab im Kager-Portfolio, der zugeführte Druckluft in einen zielgerichtet justierbaren Kaltluftstrom mit einer Temperatur von bis zu -55°C verwandelt. Siehe auch: Line-Blow.
Produktserie mit 1K- und 2K-Korrosionsschutz-Coatings im Handelsangebot von Kager, einsetzbar für Einsatztemperaturen von bis zu 204° C.
Die Dampfsterilisation gilt als sicherstes Verfahren der Sterilisationstechnik und basiert auf der Wirkung von feuchter Hitze, die die Proteine der Zellen von Mikroorganismen zerstört. Ein Dampfsterilisator arbeitet ähnlich wie ein Druckkochtopf: In einem verschlossenen Raum erhitztes Wasser wird zum Sieden gebracht. Während Wasserdampf unter normalen Atmosphärendruck nicht heißer werden kann als 100 °C, steigt die Temperatur im dicht geschlossenen Druckkochtopf höher; zugleich steigt der Druck im Kessel und es entsteht gesättigter, gespannter Dampf mit hohem Wärmeinhalt, der die Mikroorganismen zerstört. Unter Sterilisation versteht man das Abtöten aller Mikroorganismen inklusive von Bakteriensporen mit dem Ziel der absoluten Keimfreiheit. Eine Oberfläche gilt dann als steril, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein lebender Keim vorhanden ist, niedriger als 1 : 10.000.000 ist.
Spezialetiketten im Produktsortiment von Kager zur Überwachung von thermischen Desinfektionsprozessen in Lebensmittelhygiene, Laborwesen und Medizin. Die thermischen Desinfektionsindikatoren (T.D.I) zeigen durch einen dreistufen Farbwechsel an, ob während eines Standard-Spülvorgangs (65° C), bei der kombinierten chemisch-thermischen Desinfektion (71° C) oder bei der thermischen Desinfektion (82° C) die erforderlichen Temperaturen erreicht wurden.
Diamantwerkzeuge zum Trennen, Schleifen, Fräsen oder Bohren bestehen aus einem metallischen Grundkörper mit integrierten Industriediamanten. Ein Beispiel für solche synthetisch hergestellten Diamanten sind polykristalline Diamanten (PKD), bei denen sich eine sehr harte, untereinander verwachsene Masse von Diamantpartikeln mit Zufallsorientierung in einer Metallmatrix befindet. PKD werden durch Sintern von Diamantpartikeln unter hohem Druck und hohen Temperaturen gefertigt und kommen als Schneidstoffe in der Zerspanungstechnik zum Einsatz.
Synonym für die Durchschlagsfestigkeit – siehe dort.
Englische Bezeichnung für manuelle, halbautomatische oder automatische Ausgabe-, Applikations- und Spendevorrichtungen kompakter Bauart.
Der Begriff steht für die Verteilung der Eigenschaften von zwei oder mehreren Phasen oder Partikeln in einem Gemisch. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Mono- und Polydispersität. Monodispersität beschreibt die Ansammlung von Partikeln mit den gleichen physikalischen, chemischen oder organischen Merkmalen. Dabei kann je nach zulässiger Abweichung, Anwendung oder Größenklasse auch nur eine Eigenschaft gleich sein. Polydispersität meint hingegen die Verteilung von Partikeln mit verschiedenen (meist stark verteilten) Eigenschaften in einer Mischung.
Sammelbegriff für Beschichtungen zu deren Verarbeitung disperse (verteilende, auflösende) Beschichtungsmaterialien verwendet werden. Ihre Aushärtung kann lufttrocknend oder unter Temperaturzugabe erfolgen.
Das Drehmoment ist eine physikalische Größe (lat. momentum für Bewegungskraft) und steht für die Drehwirkung einer Kraft auf einen Körper. Es gilt für Drehbewegungen ebenso wie für geradlinige Bewegungen, kann die Rotation eines Körpers beschleunigen oder verlangsamen; es kann den Körper auch verbiegen (Biegemoment) oder verwinden (Torsionsmoment). In der Antriebstechnik bestimmen das Drehmoment und die Drehzahl die Leistung. Die SI-Maßeinheit für das Drehmoment ist das Newtonmeter.
Auch Drogenteststreifen genannt. Messstreifen zum schnellen Nachweis von Drogen in Körperflüssigkeiten (Speichel, Schweiß, Urin, Blut). Kommen vorrangig zum Einsatz, um legale oder illegale Substanzen aufzuspüren. Je nach Ausführung des Drogenteststreifens lässt sich neben der Existenz auch die Konzentration von Substanzen nachweisen.
Spezialfolie im Sortiment von Kager zur einfachen Messung und Dokumentation von mechanische Drucklasten auf oder zwischen Bauteilen und Werkstücken. Siehe auch: Prescale.
Als Durchgangswiderstand oder elektrischer Widerstand (Ohm) wird der Widerstand eines Materials gegen den Stromdurchfluss bezeichnet. Der Oberflächenwiderstand hingegen charakterisiert den Einfluss der Oberfläche des Werkstoffs. Durchgangs- und Oberflächenwiderstand sind Kenngrößen zur Beschreibung des elektrischen Isolationsverhaltens und der elektrischen Leitfähigkeit von Werkstoffen. Für die Bestimmung zugrundgelegt werden die DIN EN ISO 3915 (leitfähige Werkstoffe) und die IEC 60093 (nicht leitfähige Materialien).
Die Durchschlagsfestigkeit eines Werkstoffs (z.B. Isoliermaterial) wird meist in kV/mm angegeben und ist die maximale elektrische Feldstärke, bis zu der das Material einem Spannungsdurchschlag – dann erkennbar als Lichtbogen oder Funkenschlag – widersteht. Dieser Wert ist kein fester Werkstoffparameter, da er von verschiedenen Faktoren abhängig ist.
Die E-Glasfaser verfügt über eine geringe Wärmleitfähigkeit, ist aber beständig gegen Öle, Fette, organische Säuren, Lösungsmittel, Wasser und Medien mit ph-Werten von 3 bis 9. Vorteilhaft sind ihre sehr guten elektrischen Isolationseigenschaften (selbst bei geringer Dicke) in Kombination mit einer guten mechanischen Festigkeit. Die Faser hält Temperaturen von über 600 °C stand, ist unverottbar und brennt nicht. Gewebe aus diesem Material sind toxikologisch unbedenklich und gemäß der Gefahrstoff-Verordnung nicht kennzeichnungspflichtig.
Siehe Elektromobilität.
Charakteristische Eigenschaft verschiedener Temperatur-Messstreifen und -punkte im Kager-Sortiment. Beim Einzelfarbumschlag erfolgt die Visualisierung einer erreichten Temperaturgrenze auf der Skala durch einen einfachen Farbwechsel von zum Beispiel Rosa zu Schwarz oder Weiß zu Orange.
Die Einzelmesspunkte (z.B. Typ Thermax) im Programm von Kager sind selbstklebende Temperaturindikatoren zur farblichen Visualisierung des Über- bzw. Unterschreitens einzelner, definierter Temperaturwerte. Sie liegen in zahlreichen Varianten vor und haben je nach Ausführung reversible oder irreversible Farbwechselanzeigen.
Physikalischer Fachbegriff für die Eigenschaft eines Körpers oder Werkstoffes, seine ursprüngliche Form unter Einwirkung von Kräften zu verändern und bei Wegfall der wirkenden Kraft wieder seine Ausgangsform anzunehmen. Im Gegensatz dazu bezeichnet man eine nach der Krafteinwirkung bleibende Veränderung der Form als Plastizität.
Eigenschaft bestimmter Werkstoffe, die aufgrund ihrer geringen elektrischen Leitfähigkeit den elektrischen Stromfluss auf spannungsführende Teile limitieren können. Aus Isolierstoffen werden Isolatoren wie etwa Kabelummantelungen, Isolationsbänder und Beschichtungen hergestellt, die auch als Isolation bezeichnet werden. Die Isolationsstoffe werden in der IEC 60085 in Wärmeklassen eingeteilt. Die Durchschlagsspannung (z.B. in Datenblättern) gibt Auskunft darüber, bei welcher Spannung ein Isolationsmaterial versagt.
Der elektrische Volumenwiderstand (Ω・cm) ist der Widerstand pro Volumeneinheit und wird je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich bezeichnet. In der Werkstoffkunde spricht man vom spezifischen Volumenwiderstand, in der Elektrotechnik vom spezifischen Widerstand, in der Physik von der Widerstandsfähigkeit. Jede Substanz hat einen eigenen Volumenwiderstand. Die Größe dient als absolutes Maß für die Leitfähigkeit vieler Werkstoffe.
Der Begriff Elektromobilität umfasst eine Fülle von Maßnahmen und Einrichtungen der Infrastruktur-Entwicklung, des Verkehrswesens und des Fahrzeugbaus, die dem Ziel der technischen Realisierung und gesellschaftlichen Etablierung nachhaltiger und klimaschonender Mobilitätslösungen auf der Grundlage der Anwendung erneuerbarer Energien dienen. Im engeren Sinne bezeichnet der Begriff (auch E-Mobilität/ E-Mobility) den Einsatz von Fahrzeugen, die über einen Energiespeicher und Elektroantrieb verfügen. Typische Vertreter solcher Fahrzeuge sind elektrische Bahnen, Elektroautos, Elektroroller, Elektromotorräder, Batteriebusse, Elektro-Lkws und Elektrofahrräder.
Englische Bezeichnung für Ingenieurwissenschaften, Ingenieurwesen sowie auch Maschinenbau. Inzwischen auch im Deutschen häufig benutzter Begriff im Sinne von Ingenieur- und Entwicklungsleistungen.
Kurzform für Epoxidharze (EP-Harze), also Kunstharze mit Epoxidgruppen. Dabei handelt es sich um härtbare Reaktionsharze, die mit einem Härter und je nach Bedarf mit weiteren Additiven zu einem duroplastischen Kunststoff verarbeitet werden. Meist sind Epoxidharze Polyether mit zwei Epoxidgruppen. Die erzeugten Duroplaste verfügen über gute mechanische Eigenschaften, eine gute Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit und gelten als hochwertige Kunststoffe. Eingesetzt werden sie unter anderem als Reaktions- und Einbrennlacke, Klebstoffe, für Laminate, als Einbettmittel in der Metallographie und als Formmassen für elektrotechnische und elektronische Bauteile.
Der aus dem Altgriechischen abgeleitete Begriff steht für die wissenschaftliche Betrachtung der Leistungsmöglichkeiten des arbeitenden Menschen und der Wechselbeziehungen zwischen dem Menschen und seiner Arbeitsumgebung. Die Ergonomie betrachtet unter anderem die zeitlichen und räumlichen Arbeitsbedingungen, Arbeitsprozesse und Anordnungen von zu greifenden Werkstücken, Werkzeugen, Halbzeugen und Bedienelementen, und befasst sich mit der Optimierung dieser Faktoren. Ihr Ziel ist es zu beschreiben, wie ein Arbeitsergebnis qualitativ und wirtschaftlich optimal erreicht werden kann, ohne den arbeitenden Menschen zu stark zu ermüden oder gesundheitlich zu schädigen.
Abkürzung für Electrostatic Discharge (Elektrostatische Entladung). Solche Entladungen sind Spannungsspitzen, die durch große Potentialdifferenzen entstehen. Sie sind unter Umständen als Funken sichtbar und verüben einen kurzen, hohen elektrischen Strom. Sie können Ursache von Bränden und Explosionen sein. Außerdem sind sie eine Gesundheitsgefährdung für Personen (elektrischer Schlag). Weitere Negativfolgen von ESD sind die Beschädigung von elektrischen und elektronischen Bauteilen und Systemen. Potentialdifferenzen entstehen häufig durch Reibungselektrizität oder Influenz.
Selbstklebende Sicherheitsetiketten im Kager-Produktprogramm. Sie verfügen über filigrane Abbildungen mit Siegelcharakter, die ohne eine spezielle Lesefolie für das menschliche Auge unsichtbar bleiben und werden zum Schutz gegen Produktfälschungen und Produktpiraterie sowie zum Markenschutz eingesetzt.
Temperatursensitive Spezialkreide im Messindikatoren-Sortiment von Kager zur einfachen, farblichen Visualisierung von Temperaturveränderungen auf den Oberflächen von Maschinen, Anlagen und Bauteilen.
Unspezifische Bezeichnung für die farbliche Veränderung bestimmter Lacke, Kreiden, Chemikalien und Flüssigkristalle als Reaktion auf Temperaturwechsel.
Temperatursensitive Spezialtinte im Messindikatoren-Sortiment von Kager zur einfachen, farblichen Visualisierung von Temperaturveränderungen auf den Oberflächen von Maschinen, Anlagen und Bauteilen.
Temperaturempfindliche Spezialkreiden im Messindikatoren-Sortiment von Kager zur einfachen, farblichen Visualisierung von Temperaturveränderungen auf den Oberflächen von Maschinen, Anlagen und Bauteilen.
Bezeichnung für Halbzeuge (Blöcke, Platten, Stäbe etc.) aus technischen Keramikwerkstoffen, die sich besonders gut eignen für eine wirtschaftliche mechanische Bearbeitung mit Standard-, Hartmetall- oder Diamantwerkzeugen. Die Festkeramiken im Handelssortiment von Kager kommen beispielweise häufig für die Herstellung von Prototypen, Vorserien, Kleinserien und Einzelstücken zum Einsatz.
Die Feuerbeständigkeit von Bauteilen bzw. Werkstoffen ist in der DIN 4102-2 nach Feuerwiderstandsklassen (F30, F60, F90, F120, F180) kategorisiert. Die Feuerwiderstandsdauer ist die Mindestdauer in Minuten, während der ein Bauteil beim Normbrandversuch nach DIN 4102-2 die dort gestellten Anforderungen erfüllt. Ein Bauteil, das eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 aufweist, ist in dieser Zeit weder brennbar noch verliert es seine statischen Eigenschaften.
Die Feuerfestindustrie nutzt feuerfeste Werkstoffe für industrielle Hochtemperaturprozesse – etwa zur Herstellung von Stahl, Aluminium, Kupfer, Glas, Kalk, Zement und Keramik. Ein Werkstoff wird ab einem Erweichungspunkt (Kegelfallpunkt) von über 1.500° C als feuerfest eingestuft. Zu den typischen Feuerfest-Werkstoffen gehören etwa Chromerzsand, Graphit, Mullit oder Korund. Weite Bereiche der Rohstoffverarbeitung, der Stahlerzeugung und Energiegewinnung gehören zur Feuerfestindustrie. Der Verband der Branche ist der Verband der Deutschen Feuerfest-Industrie e.V. (VDFFI).
Produktlinie mit keramischen Klebe- und Dichtmitteln im Kager-Portfolio zum Einschluss, Fixieren und Verbinden von polymeren optischen Fasern (POF) und Glasfasern. Fiber Bond Produkte sind dünnflüssige, sehr fließfähige Keramik-Silikon-Compounds auf der Basis von Siliziumoxid mit einer hohen Temperaturbeständigkeit.
Nicht gewebtes, textiles Flächengebilde aus ungeordnetem Fasergut, hergestellt aus Chemie- oder Pflanzenfasern durch trockenes Vernadeln (Nadelfilz) oder durch Verfestigen unter hohem Druck. Aus Schafswolle gefertigten Filz nennt man Wollfilz; dabei handelt es sich um einen Press- oder Walkfilz. Nach dem Reinigen, Kämmen und Färben wird die Rohwolle durch mechanische Bearbeitung (Walken) in einen festen Verbund überführt, in dem die Fasern miteinander ungeordnet verschlungen sind.
Flammschutzmittel sind brandhemmende Stoffe, die ein Ausbreiten von Bränden begrenzen, bremsen oder verhindern. Sie werden überall eingesetzt, wo sich potentielle Zündquellen befinden. Also beispielsweise in elektronischen Geräten, Möbeln oder Teppichen. Man unterscheidet vier Arten von Flammschutzmitteln: Additive Flammschutzmittel (werden in die brennbaren Stoffe eingearbeitet), reaktive Flammschutzmittel (sind Bestandteil des Materials), inhärenter Flammschutz (das Material selbst ist flammwidrig) und Coatings (werden als Beschichtung aufgebracht).
Flüssigkristalline Medien weisen sowohl Eigenschaften einer Flüssigkeit als auch von Kristallen auf. Ihr Zustand ist partiell fluide, zeigt aber auch das Merkmal der Doppelbrechung. Flüssigkristalline Substanzen haben daher im Vergleich zu einer vollständig isotropen Flüssigkeit sowie in Analogie zum Kristall richtungsabhängige Eigenschaften. Der Nachweis flüssigkristalliner Phasen erfolgt beispielsweise mittels Polarisationsmikroskopie. Aufgrund der Doppelbrechung zeigen die Flüssigkristalle hier ein charakteristisches Bild (Texturen). Die Eigenschaft Doppelbrechung macht Flüssigkristalle für viele Anwendungen der Visualisierungstechnik interessant. Hierbei reagieren geschichtete Flüssigkristalle in elektrischen Feldern zwischen Polarisationsfiltern.
Allgemeine Bezeichnung für alle Verfahren und Prozesse, bei denen die Hitzereduktion durch die Verwendung von flüssigen Kühl- oder Kühlschmiermitteln erfolgt
Unter Flussmitteln versteht man vorrangig beim Hart- und Weichlöten zugegebene Hilfsmittel nach EN ISO 9354, die zu einer besseren Benetzung des Werkstücks durch das Lot führen sollen. Dazu beseitigen Flussmittel die auf der Oberfläche befindlichen Oxide mittels chemischer Reaktion. Das gilt auch für Oxide, die beim Löten durch den Sauerstoff der Luft entstehen. Außerdem reduzieren Flussmittel die Grenzflächenspannungen. Ein weit verbreitetes Flussmittel ist das Harz Kolophonium.
Produktbegriff für selbstklebende Sicherheitsetiketten im Kager-Produktprogramm. Sie verfügen über filigrane Abbildungen mit Siegelcharakter, die ohne eine spezielle Lesefolie für das menschliche Auge unsichtbar bleiben. Sie werden zum Schutz gegen Produktfälschungen, Produktpiraterie und Markenschutz eingesetzt.
Unspezifischer Begriff für die Eigenschaft eines Werkstoffs, unter mechanischen oder thermischen Belastungen seine ursprüngliche Form mit hoher Genauigkeit beizubehalten. Kunststoffe und Metalle gelten als nicht formstabil, da sie ihre Eigenschaften unter bestimmten Bedingungen verändern und sich plastisch verformen können. Keramik gilt als ist formstabil bis zum Bruch und weist keine Plastizität auf.
Technisch hergestellte Bauteile und Werkstücke, deren Formgebung meist auf ihre Verwendung und Funktion hinweist.
Bezeichnung für an der Vorderseite lückenlos geschlossene, aluminisierte Hitzeschutzmäntel aus Preox-Aramidgewebe. Die Frontalschutzmäntel im Produktprogramm von Kager dienen als Abschirmung gegen bis zu 1.000° C Strahlungshitze und entsprechen der EN ISO 1161:2015.
An das Schuhwerk anschließendes Kleidungsstück, das Teile des Fußes und Beines abdeckt. Gamaschen bestehen meist aus Tuch, Leinwand, Kunststoff oder Leder. Sie können gewickelt, geschnürt oder geknöpft werden und sollen vor Verletzungen, Schmutz, Kälte und Nässe schützen. Die Hitzeschutz-Gamaschen im Produktangebot von Kager bestehen aus aluminisiertem Preox-Aramid-Gewebe und schützen vor bis zu 1.000° C Strahlungshitze.
Selbstklebende Niedrigtemperatur-Messpunkte für die Überwachung, Kontrolle und Dokumentation von Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die Niedrigtemperatur-Indikatoren der Typen Chillchecker und Tempasure im Kager-Programm messen Temperaturen irreversibel von bis zu -20° C.
Kurzform für mit Glasfaser verstärkten Kunststoff. Hierbei handelt es sich um einen Faserverbund-Werkstoff aus Kunststoff und Glasfasern. Als Grundlage dienen Duroplaste wie etwa Polyesterharz oder Epoxidharz, oder Thermoplaste wie beispielsweise Polyamid. Umgangssprachlich wird GFK auch als Fiberglas bezeichnet.
Werkstoffe, die nach dem Ausgießen – zum Beispiel in einer Form – aushärten und sich weiterverarbeiten lassen. Typische Gießmassen sind Blei, Zinn, Gips, Wachs, Giessseife, Keramiken, Zement und Kunstharze (Polyester-, Epoxy- und Polyurethansysteme).
Aus Glas gezogene dünne Langfaser. Glasfasern kommen heute unter anderem als Lichtwellenleiter zur Datenübertragung, als textiles Gewebe mit wärme- und schalldämmender Wirkung sowie für die Verstärkung und Elastifizierung von technischen Kunststoffen zum Einsatz. Sie gelten als wichtiger Konstruktionswerkstoff, sind witterungsfest, chemisch resistent und nicht brennbar.
Nichtgewebte textile Flächengebilde mit endlos, parallel nebeneinander liegenden Fasern, lagefixiert lediglich durch einen Nähfaden oder eine Thermofixierung. Glasfasergelege kommen in Luft- und Raumfahrt, Bootsbau und Motorsport und vielen anderen Bereichen als Konstruktionsmaterial zum Einsatz.
Gewebe aus kontinuierlichen Glasfasern in Kett- und Schussrichtung mit alkalibeständiger Beschichtung.
Markenname für eine Gruppe von Keramik-Klebstoffen im Sortiment von Kager. Sie sind ausgelegt für Hochtemperatur-Anwendungen und eignen sich für Verklebungen sowie das Vergießen, Abdichten und Beschichten von Komponenten. Sie verfügen über eine hohe thermische, chemische und elektrische Beständigkeit.
In der Natur häufig vorkommendes Mineral mit dem Elementsymbol C. Graphit gehört zu den natürlichen Daseinsformen des chemischen Elements Kohlenstoff in Reinform und kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem. Es bildet grauschwarze Kristalle in sechseckiger, tafeliger, schuppiger oder stängeliger Form, die einen oberflächlich metallischen Glanz zeigen sowie körnige, matte Anteile. Seine Härte nach Mohs liegt zwischen 1 und 2, seine Dichte bei etwa 2,1 bis 2,3 g/cm³.
Wortschöpfung für Großwindenergieanlage, die zurückgeht auf eine öffentlich geförderte, etwa 100 Meter hohe Windkraftanlage, die während der 1980er Jahren im Kaiser-Wilhelm-Koog bei Marne stand. Sie galt lange Zeit als weltweit größte Windkraftanlage und diente der Erbrobung von Gehäusekonstruktion, Werkstoffeinsatz und Praxisbetrieb. Der Growian wurde 1987 stillgelegt und ein Jahr später abgerissen.
Sammelbegriff für funktionelle Primärbeschichtungen, die die Oberfläche eines Werkstoffs schützen und für das Auftragen weiterer Funktions- oder Dekorschichten präparieren. Grundierungen können verschiedene Aufgaben übernehmen, zum Beispiel die Haftverbesserung, den Korrosionsschutz, den Porenschluss oder die Imprägnierung.
Begriff aus der Herstellung von oxidischen Keramikfasern, von denen Aluminiumoxid (Al2O3) und Siliciumdioxid (SiO2) die größte Bedeutung haben. Als Grundstoffe der Herstellung dienen Spinnmassen, in denen organische Polymere (z.B. Polyvinylalkohole, Polyethylenoxide) die Verspinnbarkeit gewährleisten. In Wasser gelöste Salze oder gelöste anorganische Komponenten (Sole) werden nach dem Trocknen der versponnenen Faser zur sogenannten Grünfaser. In einem Sinterprozess wird daraus die fertige oxidische Keramikfaser hergestellt.
Fachbegriff aus der Lebensmittelhygiene. Das Kürzel HACCP steht für Hazard Analysis Critical Control Point (Risiko-Analyse Kritischer Kontroll-Punkte). Primäres Ziel des HACCP ist es, zu erkennen, an welchen Stellen der Lebensmittelverarbeitung welche Risiken bestehen und wie man sie vermeiden kann. HACCP-Konzepte sollen die Gefahren, die mit der Verarbeitung von Lebensmitteln einhergehen oder von Fertigprodukten ausgehen, betrachten und die Risiken abschätzen.
Die Haftzugfestigkeit (Haftfestigkeit, Abreißfestigkeit) ist eine Kenngröße für die Adhäsion oder Haftung von Bauteilen und Komponenten sowie Funktions- oder Dekorschichten auf Oberflächen. Ermittelt wird sie mit einem Abreißversuch zur Beurteilung der Haftfestigkeit nach DIN EN ISO 4624:2014-06. Der Messwert der Abrissfestigkeit kann nie höher liegen als die Eigenfestigkeit der einzelnen Komponenten (Prüfkörper, Beschichtung).
Sammelbegriff für Vormaterialien, vorgefertigte Rohwerkstoffe, halbfertige Werkstücke, Rohlinge oder Halbfabrikate. Typische Beispiele für Halbzeuge sind Profile, Rohre, Stangen und Platten aus Metall, Kunststoff, Holz oder anderen Werkstoffen. Halbzeuge haben in einem vorbereitenden Fertigungsschritt bereits eine Form erhalten, durchlaufen aber auf dem Weg zum Endprodukt noch mehrere Stufen der Wertschöpfung. Viele Halbzeuge aus Metallen und Kunststoffen unterliegen in Material- und Oberflächenqualität, Gestalt, Dimensionierung und Fertigungstoleranz der Normung.
Gruppe von Chemikalien, die bei der Verarbeitung von Kunstharzen als Reaktionspartner zur Umsetzung von Makromolekülen zu einem Netzwerk eingesetzt werden. Epoxidharze gehören beispielsweise zu den härtbaren Kunstharzen (Reaktionsharzen). Sie werden mittels Härter oder auch weiteren Additiven zu einem duroplastischen Kunststoff gewandelt. Die Härter bilden mit dem Harz den makromolekularen Kunststoff. Auf diese Weise erzeugte Duroplaste verfügen über gute mechanische Eigenschaften und eine gute Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit. Sie kommen unter anderem als Klebstoffe, Einbrennlacke, Einbettstoffe oder als Formmassen für Bauteile und Baugruppen der Elektrotechnik und Elektronik zum Einsatz.
Fachbegriff für Verbundwerkstoffe aus Hartstoffpartikeln und metallischer Matrix. Die Härte von Hartmetallen ist geringer als die Härte reiner Hartstoffe, jedoch größer als die Härte reiner Metalle, Legierungen und gehärteter Stähle. Ihre Bruchempfindlichkeit ist größer als jene reiner Metalle. Wichtige Hartmetalle sind Wolframcarbid-Kobalt (WC-Co), Titancarbid (Ti), Tantal-Niob-Carbid (Ta-Nb), Zirkoniumcarbid (ZrC) und Cermets. Hartmetalle kommen als Schneidstoff für Werkzeuge und als Matrizen in Formwerkzeugen zum Einsatz. Die Temperaturbeständigkeit von Hartmetallen reicht bis etwa 900 °C. Daher ermöglichen sie höhere Schnittgeschwindigkeiten als Schnellarbeitsstahl (HSS). Größere Härten als Hartmetalle haben Diamant, Bornitrid und Schneidkeramiken.
Werkzeuge aus Hartmetall, typischerweise Bohr-, Fräs- und Drehwerkzeuge.
Man unterscheidet zwischen Naturharzen und Kunstharzen. Naturharze sind feste, amorphe, fettlösliche Pflanzenprodukte. Im industriellen Bereich sind Kunstharze Komponenten in Klebstoffen und Lacken sowie reaktive Zwischenstufen bei der Produktion duroplastischer Kunststoffe. Siehe auch: Härter.
Kurzzeichen für High Density Polyethylen (Hart-Polyethylen). HDPE ist ein widerstandsfähiges Polyethylen aus der Gruppe der Polyoefine und wird zur Herstellung milchig durchscheinender Folierungen verwendet. Es kann durch Zugabe von Additiven modifiziert werden und lässt sich dank seiner hohen Reißfestigkeit und Stabilität in sehr dünnen Materialstärken herstellen und verarbeiten. HDPE ist nicht schrumpftauglich.
Produktname für die Wärmeleitfette im Produktprogramm von Kager. Sie werden eingesetzt, um die Wärmeleitfähigkeit von Oberflächen zu optimieren und deren thermischen Kontakt zu verbessern. Solche Fette stehen für den Temperaturbereich von -51° C bis +360° C zur Verfügung. Sie enthalten Aluminiumoxid, Aluminiumnitrid, Aluminium, Kupfer und Silber.
Temperatur-Messstreifen mit Zwei-Zonen-Anzeige im Portfolio von Kager. Sie verfügen sowohl über einen reversiblen als auch einen irreversiblen Messbereich.
Markenname für eine Gruppe von Halbzeugen aus Spezialtextilien für Hochtemperatur-Anwendungen bis 1.100° C. Hierbei handelt es sich vorrangig um Bänder, Schläuche, Schnüre und Garne aus texturiertem, keramikfaserfreiem Glasfasergewebe. Kager bietet auch Handschuhe und Schutzanzüge aus diesem Material an.
Bezeichnung einer Produktlinie mit bis zu 1.370° C temperaturbeständigen Ein-Komponenten-Coatings im Angebot von Kager.
Widerstandsfähigkeit von Werkstoffen, Oberflächen, Bauteilen oder Halbzeugen gegen den Einfluss hoher Temperaturen. Beim Erreichen der oberen Gebrauchstemperatur eines Materials, verändern sich dessen temperaturabhängige Eigenschaften. Ein wichtiger Faktor ist hierbei auch die Dauer der Temperatureinwirkung.
Vorrichtung zum thermischen Schneiden bzw. Trennen oder auch maschinellen Abstanzen.
Hitzeschutzgamaschen schirmen die Füße des Trägers und Teile seines Unterschenkels gegen Strahlungshitze ab. Die Schutzgamaschen im Portfolio von Kager bestehen aus aluminisiertem Preox-Aramid-Gewebe und schützen vor bis zu 1.000° C Strahlungshitze. Siehe auch: Persönliche Schutzausrüstung (PSA).
Hitzeschutzhandschuhe schirmen die Hände und Arme des Trägers gegen Strahlungshitze ab. Die Schutzhandschuhe im Angebot von Kager bestehen je nach Ausführung aus Sebatanleder, Aramid-Strickgewebe, Aramid-Schlingengewebe, Preox-Aramidgewebe mit oder ohne Aluminisierung, Glasgewebe, HT-Glasgewebe, Baumwollschlingengewebe, PBI-Gewebe oder HT-Gewebe. Sie schützen vor bis zu 1.100° C Strahlungshitze und entsprechen den EU-Normen EN 407:2004, EN 388:2003, EN 388:2016, EN 12477: 2005. Siehe auch: Persönliche Schutzausrüstung (PSA).
Kopfschutzhauben, idealerweise mit Schutzflächen für Hals, Nacken, Brust und Schultern sowie Sichtrahmen zum Einpassen von klaren oder goldbedampften Polycarbonat-Bogenscheiben. Die Schutzhauben im Programm von Kager erlauben es, Schuberth- oder Vosshelme darunter zu tragen und werden in mehreren Gewichtsklassen (260 - 500 gm2) angeboten. Sie entsprechen der DIN EN ISO 11612:2008 bzw. 2015 (Hitze- und Flammschutz). Siehe auch: Persönliche Schutzausrüstung (PSA).
Hitzeschutzhosen schirmen die Beine und den Unterleib des Trägers gegen Strahlungshitze ab. Die Hitzeschutzhosen von Kager bestehen aus Aramidgewebe oder Preox-Aramidgewebe mit Aluminisierung. Sie schützen vor bis zu 1.100° C Kontakt- und Strahlungshitze und entsprechen je nach Ausführung den EU-Normen EN 388:2003 und EN 11612:2015. Siehe auch: Persönliche Schutzausrüstung (PSA).
Hitzeschutzjacken schirmen die Arme und den Oberkörper des Trägers gegen Strahlungshitze ab. Die Schutzjacken von Kager bestehen aus Aramidgewebe oder Preox-Aramidgewebe mit Aluminisierung. Sie schützen vor bis zu 1.100° C Kontakt- und Strahlungshitze und entsprechen je nach Ausführung den EU-Normen EN 388:2003 und EN 11612:2015. Siehe auch: Persönliche Schutzausrüstung (PSA).
Hitzeschutzmäntel schirmen den Oberkörper des Trägers und Teile seines Unterleibs gegen Strahlungshitze ab. Die Schutzmäntel von Kager bestehen aus Preox-Aramidgewebe mit Aluminisierung und schützen vor bis zu 1.100° C Strahlungshitze. Sie stehen als kragenloser Frontalschutzmantel mit offenem Rücken und rundum geschlossener Schutzmantel mit Stehkragen und Klettverschluss zur Verfügung. Sie lassen sich mit Hochkragen, Rückenbelüftung, Ärmelverstellung oder Schnellverschluss ausstatten. Sie entsprechen den EU-Normen EN 388:2003 und EN 11612:2015. Siehe auch: Persönliche Schutzausrüstung (PSA).
Sammelbegriff für thermische Verfahren, Technologien und Anwendungen, deren Funktion auf dem Einsatz hoher Temperaturen von ≥ 500 °C beruht. In vielen Industriezweigen und Forschungsgebieten wird der Begriff allerdings auch zur Beschreibung von Prozessen und Applikationen mit niedrigeren Betriebstemperaturen verwendet. Zu den klassischen Hochtemperaturindustrien gehören die Stahlerzeugung, das Gießereiwesen, die Chemie- und Prozesstechnik, die Kraftwerks- und Energietechnik sowie die Rohstoffverarbeitung, Oberflächentechnik, die Heiztechnik und Teile der Antriebs- und Fertigungstechnik.
Bezeichnung für technische Verfahren und Anwendungen mit niedrigem Gasdruck von nur 10–6 bis 10–9 bar. In Abgrenzung dazu: Höchstvakuum (10–9 bis 10–11 bar) und Ultravakuum (geringer als 10–11 bar). Hochvakuum wird mit Vakuumpumpen erzeugt oder durch Kühlung oder Absorption sowie durch Ionenpumpen. Typische Anwendungsgebiete der Hochvakuumtechnik sind die Herstellung von Elektronenröhren, die Vakuumtrocknung (Gefriertrocknung), die Vakuumschmelze, die Vakuumimprägnierung und die Vakuumbedampfung (z.B. zum Metallisieren von Kunststoffen).
Zustandsbeschreibung für Flüssigkeiten. Flüssigkeiten und Pasten mit einer hohen Viskosität verfügen über eine geringere Fließfähigkeit, sind also zähfließend.
Oberbegriff für verschiedene Verfahren, die unter Ausnutzung des Wellencharakters von Licht spezielle Visualisierungen mit richtungsabhängigem 3D-Effekt erzielen. Holografische „Objekte“ erwecken mitunter den Eindruck frei in der Umgebung zu schweben. Holografische Verfahren kommen auch in der Messtechnik zum Einsatz (Elektronenmikroskop). Der Begriff Holografie ist aus dem Altgriechischen abgeleitet.
Selbstklebender Messpunkt im Portfolio von Kager, der sich auf heißen Flächen aufbringen lässt und durch Sichtbarwerdung der Aufschrift HOT anzeigt, wenn eine Temperatur von 50° C überschritten wird. Typische Anwendung ist die Überwachung der Außenflächen von Rohren, Leitungen, Öfen und Motorgehäusen.
Fachbegriff für flüssige, wasserverdrängende Binder. Der Begriff hydrophob kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet wasserfürchtend oder wassermeidend. Damit sind also Substanzen gemeint, die sich nicht mit Wasser mischen. Von Oberflächen aus hydrophobem Material perlt Wasser ab. In der Klebetechnik werden hydrophobe Flüssigbinder eingesetzt, um eine bessere Feuchtigkeitsbeständigkeit zu erreichen.
Die Eigenschaft bestimmter Materialien, Luftfeuchtigkeit und Wasser zu binden.
Die Bezeichnung in situ stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet ein Verfahren, ein Prinzip oder eine Methode, die unmittelbar am Ort des Geschehens, direkt am Einsatzort, während eines laufenden Prozesses oder auch in der ursprünglichen Position zur Anwendung kommt. Das Gegenteil sind ex-situ-Verfahren.
Der Begriff leitet sich vom lateinischen „im Glas“ ab und steht für Testreihen oder Versuche, die außerhalb lebender Organismen durchgeführt werden. Häufig handelt es sich dabei um Laborversuche mit Gewebestrukturen, Organteilen oder Zellen. In-vitro-Methoden sind eine Alternative zu Tierversuchen. Im Rahmen von REACH-Registrierungen sollten In-vitro-Methoden eingesetzt werden, die international anerkannten Kriterien der Entwicklung von Prüfmethoden entsprechen – also zum Beispiel den Maßgaben des Europäischen Zentrums zur Validierung von Alternativmethoden (ECVAM).
Markenname des Unternehmens Special Metals Corporation für verschiedene korrosionsbeständige Nickelbasislegierungen, die vorrangig für Hochtemperatur-Anwendungen eingesetzt werden.
Vom Lateinischen abgeleiteter Begriff für anzeigen, hinweisen.
In der Technik vielseitig verwendeter Fachbegriff. Die elektromagnetische Induktion meint die Entstehung eines elektrischen Feldes bei Veränderung des magnetischen Flusses; die magnetische Induktion beschreibt die magnetische Flussdichte bzw. die Flächendichte des senkrecht wirkenden magnetischen Flusses; die induktive Erwärmung ist ein Verfahren, mit dem elektrisch leitfähige Körper aufgeheizt werden; unter der Induktion von Luft versteht man die Wirkung eingeleiteter Luft auf vorhandene Luft. Mit unterschiedlichen Bedeutungen wird der Begriff wird auch verwendet in Medizin, Biologie und vielen anderen Fachbereichen.
Synonym für Keramikwerkstoffe, die für den Einsatz in Technik und Industrie optimiert sind. Verwandte Begriffe sind Ingenieurkeramik, Hochleistungskeramik, industrielle Keramik. Im Vergleich zu dekorativen Keramiken oder Gebrauchskeramiken verfügen Industriekeramiken über eine höhere Reinheit und engere Toleranzen bei der Korngröße ihrer Ausgangsmaterialien. Hergestellt werden sie in speziellen Brennverfahren wie etwa dem heißisostatischen Pressen oder dem Brennen unter reduzierender Atmosphäre. Keramikwerkstoffe mit elektrischen oder piezoelektrischen Eigenschaften bezeichnet man als Funktionskeramiken.
Irreversible Prozesse sind nicht umkehrbar bzw. nicht rückgängig zu machen. Kager führt in seinem Portfolio beispielsweise Temperaturmessstreifen, Temperatur anzeigende Farben oder Farbwechselkreiden mit einer irreversiblen Ergebnisanzeige, die insbesondere in Qualitätssicherung, Produktschutz und Dokumentation zum Einsatz kommen.
Weltweit anerkannter Standard für die Zertifizierung von Umweltmanagement-Systemen; 1996 von der Internationalen Organisation für Normung veröffentlicht und zuletzt im Jahr 2015 aktualisiert. Die inzwischen häufig wettbewerbsrelevante Norm definiert die konkreten Anforderungen an Umweltmanagement-Systeme, mit denen Unternehmen, Organisationen oder Einrichtungen ihre Umweltleistung nachweisen, optimieren und rechtlich absichern können. Inhaltlich umfasst die ISO 14001 die Planung und Festlegung von Umweltzielen und entsprechenden Maßnahmen, Zuständigkeiten und Verfahren; die Durchführung und Umsetzung der Maßnahmen und Verfahren; die Kontrolle und Überwachung der Zuständigkeiten und Verfahren sowie der Maßnahmen hinsichtlich der Umweltziele der Organisation; die Verbesserung und Anpassung der Zuständigkeiten, Verfahren und Maßnahmen sowie auch der Umweltziele und -leitlinien.
Allgemeine Bezeichnung für Materialien oder Bauteile, die Elektrizität schlecht und gar nicht leiten oder die zum thermischen, akustischen oder fluidtechnischen Abdichten eingesetzt werden.
Der Begriff steht für einen physikalischen Effekt, der auf der irreversiblen Ausdehnung der Luft ohne Energieaustausch mit der Umgebung beruht und sicherstellt, dass aus einem Betriebsdruck (z.B. 3 bis 7 bar) und einer Temperatur von +20°C der einströmenden Luft ein kalter Luftstrom entsteht. Effizienz und Funktion des Colder und des Line-Blow von Kager basieren auf dem Joule-Thomson-Effekt.
Bezeichnung für ein Lötflussmittel aus dem Portfolio von Kager, das sich zum Weichlöten aller Metalle (außer Aluminium und Magnesium) eignet. Es ist frei von Harzen und Säuren, entwickeln also bei der Verwendung keine toxischen Dämpfe.
Fachbegriff aus der Messtechnik. Wird verwendet für Messprozesse, die für die sicher wiederholbare Feststellung und Dokumentation der Abweichungen von Messsystemen oder Messkörpern eingesetzt werden. Der Abgleich erfolgt dabei im Verhältnis zu anderen Systemen oder Objekten, die man dann als Normale oder Normalie bezeichnet. Kalibrierung meint nicht Eichung, Konformität, Justierung oder Zertifizierung.
Chemische Verbindung aus der Gruppe der Kaliumverbindungen und Silicate (Kaliumoxid, Siliziumdioxid). Kaliumsilikat ist ein glasartiger, wasserlöslicher Feststoff und wird durch Verschmelzung von Quarzsand, Kaliumcarbonat und Kohle in Pulverform gewonnen. Kaliumsilikat kommt unter anderem als Bindemittel und Klebstoff zum Einsatz.
Bezeichnung für die trockene Kaltluft produzierenden Geräte und Module im Kager-Sortiment; insbesondere den Kaltluftstab Colder und den Kaltluftvorhang Line-Blow.
Siehe dazu: Kaltlufterzeuger, Line-Blow.
Markenname von DuPont™ für einen Polyiamidfilm, der für Anwendungen unter Extremtemperaturen entwickelt wurde. Damit lassen sich unter anderem Klebebänder beschichten. Kager führt Kapton® HN in seinem Messmittel-Sortiment, um seinen Kunden den Einsatz der Druckmessfolie Prescale in höheren Temperaturbereichen zu ermöglichen.
Gruppe technischer Verfahren, bei denen mehrere Lagen oder Schichten gleicher oder verschiedener Materialien (Folien, Vliese, Papiere u.a.) mit Klebstoff, Lack, Wachs o.ä. miteinander verbunden werden. Wird eingesetzt, um einen Werkstoff zu schützen oder verschiedene Materialeigenschaften miteinander zu kombinieren.
Aus dem Altgriechischen (Katálysis für Auflösung) abgeleiteter Fachbegriff für Verfahren, die die Kinetik einer chemischen Reaktion durch den Einsatz von Katalysatoren verändern, auslösen, beschleunigen oder steuern. In der chemischen Verfahrenstechnik spielt die Katalyse eine zentrale Rolle, da ein Großteil der chemischen Erzeugnisse mittels katalytischer Prozesse produziert wird. Auch moderne Systeme zur Energiewandlung und -speicherung (z.B. Brennstoffzelle) beruhen auf katalytischen Prozessen.
Kurzform für der Kurier-, Express- und Paketdienste. Wird auch als Branchenbezeichnung verwendet.
Anorganische, nicht-metallische, polykristalline Fasern. Es gibt oxidische (Aluminiumoxid, Siliziumoxid, Boroxid, Zirkoniumoxid)) und nicht-oxidische (Siliziumcarbide) Keramikfasern.
Halbzeuge in Plattenform, die aus Keramikfaser-Werkstoffen bestehen.
Ein- und Zwei-Komponenten-Klebstoffe, deren Hauptbestandteile technische Keramiken in gelöster oder pulverisierter Form sind.
Sehr dünnes, flexibles aus feinen Keramikfasern hergestelltes, flächiges Halbzeug, das meist auf Rollen angeboten wird und sich mit Schere oder Cutter schneiden lässt.
Mehrlagiges, nachgiebig-weiches keramisches Halbzeug mit textiler Anmutung, das in verschiedenen Dicken meist als Rollenware angeboten wird.
Produktname von DuPont für Aramidfaserprodukte.
Unspezifisch verwendeter Sammelbegriff für zahlreiche Klebstoffe, Dicht- und Bindemittel.
Sammelbegriff für weiche Modelliermassen (Plastiline), die sich manuell gut verformen lassen und ton- oder wachsähnliche Eigenschaften aufweisen. Verschiedene Knetmassen können durch Trocknung oder Brand im Ofen gehärtet werden.
Verdichtung, Verengung und Zusammenpressung eines Körpers, Mediums oder Stoffes einhergehend mit einer Volumenreduzierung durch Erhöhung des äußeren Drucks.
Fähigkeit eines Werkstoffs oder einer Oberfläche, über lange Dauer dem zerstörenden Einfluss der Korrosion zu widerstehen. Der Begriff Korrosion kommt aus dem Lateinischen (corrodere für zersetzen‚ zerfressen, zernagen) und bezeichnet die messbare Veränderung eines Werkstoffs unter dem Einfluss seiner Umgebungsbedingungen. Korrosion kann zu einer funktionellen Beeinträchtigung des Werkstoffs führen. In der Technik ist vor allem die chemische Korrosion von Metallen von Bedeutung (dazu DIN EN ISO 8044).
Die Köper- oder Twillbindung gehört neben der Leinwand- und Atlasbindung zu den drei Grundbindearten für textile Gewebe. Die Kreuzköperbindung bildet eine Oberflächenstruktur mit diagonalen Rillen (Grate). Das vermutlich bekannteste Gewebe in Köperbindung ist Denim. Die Kreuzköperbindung weist eine erhöhte Fadendichte auf. Ihre typische Oberflächenstruktur bewirkt eine Speicherung der Luft. Daraus resultiert eine gute Isolierwirkung bei hervorragender Festigkeit und Dimensionsstabilität.
Prozess der Verhärtung eines Stoffes mit Ausbildung von Kristallen. Die Kristallisation kann aus einer Lösung, Schmelze, Gasphase sowie aus einem Festkörper oder einem anderen Kristall (Umkristallisation) erfolgen. Der Vorgang setzt Kristallisationswärme frei. Um die Kristallisation in Gang zu bringen, muss der auszukristallisierende Stoff zunächst zur Übersättigung geführt werden – etwa durch Abkühlung oder Verdampfen. Bei mehrkomponentigen Kristallen kann eine Übersättigung durch Mischen von zwei Lösungen erreicht werden. Bei der Kristallisation ordnen sich zuvor gelöste Moleküle in einer regelmäßigen, stoffspezifischen Struktur. Die Kristalle können durch Filtration, Flotation, Zentrifugation oder Siebung von der Lösung getrennt werden.
Oberbegriff für Betriebsmittel, die in der Fertigungstechnik bei der mechanischen Bearbeitung (Trennen, Bohren, Fräsen etc.) die Wärmeabfuhr unterstützen und die Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück durch Schmierung reduzieren. Kühlschmierstoffe (KSS, auch Kühlschmiermittel, Bohrmilch, Schleifmilch) können außerdem der Späneabfuhr dienen. Ihr Einsatz führt zu einer höheren Genauigkeit der Werkstücke, zu höheren Oberflächenqualitäten, zu einer Reduzierung der Aufbauschneidenbildung am Werkzeug und zur Staubbindung. Positiver Nebeneffekt des KSS-Einsatzes ist der Korrosionsschutz. Statt Kühlschmiermittel wird bei der Bearbeitung von Gusseisen, Bronze, Messing und Duroplasten auch Druckluft und bei thermoplastischen Kunststoffen Wasser verwendet. Bei der manuellen Bearbeitung metallischer Werkstoffe kommen häufig Bohr- bzw. Schneidöle sowie Pasten oder Gele zum Einsatz.
Bezeichnung für jene Messstreifen im Kager-Sortiment, die der Überwachung und Dokumentation besonders niedriger Temperaturen um den Nullpunkt dienen. Sie dazu auch: Tempasure und Chillchecker.
Weithin gebräuchliche Bezeichnung für die Gesamtheit der in einem Labor eingesetzten technischen Geräte, Einrichtungen, Anlagen und Vorrichtungen.
Synonyme Bezeichnung für Lamination (lat. lamina für Platte, Scheibe, Blatt). Der Begriff wird sowohl für stoffschlüssige, thermische Fügeverfahren verwendet als auch für den Prozess des Verklebens dünner, meist folienartigen Schichten auf einem Trägermaterial als auch für die Verbindung von Folienschichten durch Temperierung und Druck.
Selbstklebender, reversibler Wärme- bzw. Hitze-Messpunkt im Programm von Kager, der in den drei Farben einer Verkehrsampel drei verschiedene Temperaturbereiche anzeigt. Unter 50° C erscheint der Messpunkt grün, von 50 °C bis 70° C ist er gelb, und steigt die Temperatur auf über 70° C, wechselt die Farbe auf Rot. Gut geeignet zum Einsatz in der prozesstechnischen Temperaturkontrolle und als Warnhinweis in der Arbeitssicherheit.
Die deutsche Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) setzt die lebensmittelhygienischen Bestimmungen von EG und EU um und dient deren Durchführung. Sie beinhaltet auch nationale Regelungen für spezifische Fragen, also Ausnahmen vom EU-Recht sowie allgemeine lebensmittelhygienische Grundsätze. Wichtige Aspekte der LMHV bzw. der entsprechenden EU-Verordnungen sind die Überwachung und einheitliche Regelung der Lebensmittelsicherheit, die Verpflichtung der Lebensmittelproduzenten zur Einrichtung eines Hygienemanagements gemäß HACCP, die Dokumentation der Lebensmittelhygiene und die Registrierung und Zulassung der Lebensmittelbetriebe.
Die Leinwandbindung gilt als einfachste, ursprünglichste der drei Grundbindungen und hat sich aus dem Flechten entwickelt. Das heißt: Jeder Kettfaden liegt abwechselnd über und unter einem Schussfaden und jeder Schussfaden abwechselnd über und unter einem Kettfaden. Diese Art der Bindung zeichnet sich durch Verzugsunempfindlichkeit und geringes Ausfransen aus. Sie verfügt über eine geschlossene Oberfläche. Die gleichmäßige Oberflächenbeschaffenheit erlaubt die Applikation von Beschichtungen in geringen Auftragsmengen.
Bis zu 900 Millimeter breite Pneumatikmodule von Kager, die zur Trocknung und Reinigung von Oberflächen eingesetzt werden. Siehe dazu auch: Colder, Kaltlufterzeuger, Luftstromgardinen.
Kurzbezeichnung für die Lebensmittelhygiene-Verordnung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).
Bezeichnung für die Anzahl von Produkten eines Fertigungs- oder Lieferauftrages.
Druckluftmodule unterschiedlicher Breiten, die auf der Basis der Joule-Thomson-Effekts eine vertikale Schicht kalter Luft erzeugen. Siehe auch: Line Blow.
Häufig verwendeter Begriff für kaltlufterzeugende Pneumatikmodule mit besonderer Betonung ihrer trennenden Funktion innerhalb verschiedener verfahrenstechnischer Prozesse. Siehe auch: Luftstromgardinen, Line Blow.
Fachliche Bezeichnung für eine rotblaue Farbe, die man auch als helles Purpur bezeichnen kann. Angeblich leitet sich der Begriff vom italienischen Ort Magenta bei Mailand ab. Dort soll in einer Schlacht während des Sardinischen Kriegs (1859) derart viel Blut geflossen sein, dass sich in der zeitgenössischen Beobachtung der Boden mit dieser Farbe tränkte.
Das Oxid des Magnesiums (Magnesia, Bittererde) mit der chemischen Formel MgO. Natürliches Vorkommen als vulkanisches Mineral Periklas. Typische Erscheinungsbilder für Magnesiumoxid sind weiße bis graue, durch Einschlüsse auch dunkelgrüne, glasglänzende Kristalle. Ihre Härte liegt bei 5,5 bis 6 (nach Mohs).
Messstreifen und Messpunkte im Kager-Programm zur irreversiblen Messung verschiedener Temperaturwerte. Verfügen über eine mehrteilige Skala zur differenzierten Temperaturwerte-Indikation.
Eigenschaft von speziellen temperatursensiblen Farben und Tinten im Kager-Angebot, die den stufenweisen Übergang zwischen mehreren Temperaturwerten durch irreversiblen Farbwechsel anzeigen. Sie visualisieren verschiedene Temperaturstufen mit erkennbaren, irreversiblen Farbverläufen und decken einen Messbereich von 135°C bis 1.270°C ab.
Logistischer Fachbegriff für Behälterkreisläufe der Verpackungstechnik, in denen Mehrwegverpackungen (oft integriert in Leih- und Rückgabekonzepte) im ständigen Umlauf zwischen den Teilnehmern von Lieferketten sind. Im industriellen Transportwesen kommen häufig normierte Mehrwegpaletten oder Ladungsträger in Anliefer- und Austauschroutinen zum Einsatz. Etablierte Mehrweg-Systeme mit Spezialverpackungen gibt es auch in der Medizin, in der Luftfracht, im Zulieferwesen und vielen anderen Branchen.
Allgemeine Bezeichnung für die Temperaturmess- und Druckmessfolien.
Sammelbegriff für Geräte, Methoden und Prozesse zur Bestimmung physikalischer Größen. Als zentrale Bereiche der Messtechnik gelten die Entwicklung von Messsystemen und -methoden, die Erfassung, Modellierung und Korrektur von Ungenauigkeiten und Störeffekten sowie die Kalibrierung von Messgeräten und Rückführung der Messungen auf einheitliche Bedingungen. In Bezug auf die Steuerungs- und Regeltechnik ist die Messtechnik die technische Basis für die Automation. Sie dazu auch: DIN 1319.
Oberbegriff für Verfahren zur Erzeugung und Verarbeitung von Metallen und andere metallurgische Elemente. Die Wortbedeutung leitet sich ab aus dem altgriechischen métallon (Abbaustätte) und ourgos (der eine Tätigkeit Ausübende).
Handliches Löt-, Schweiß- und Temperiergerät im Kager-Sortiment. Geeignet zur Behandlung von Glas, Keramiken und Kunststoffen. Typisches Einsatzgebiet ist die Labortechnik. Kann auch für Hobby und Camping eingesetzt werden.
Funktioneller Bestandteil der Prescale-Druckmessfolien im Kager-Programm. Wird eine mechanische Last aufgebracht, zerplatzen im Inneren dieser Multilayer-Folie viele tausend Mikrofarbkapseln und hinterlassen ein magentafarbenes Druckbild. Es ist irreversibel und vermittelt einen visuellen Eindruck von den aufgebrachten Kräften.
Älterer Begriff für Mikrometer, das Millionstel eines Meters.
Nachname des deutsch-österreichischen Mineralogen Carl Friedrich Christian Mohs (1773 – 1839), auf dessen Arbeiten die Entstehung der heute noch verwendeten relativen Härteskala nach Mohs zurückgeht. Diese Härteskala ordnet Mineralien anhand ihrer unterschiedlichen Härte zueinander ein. Gemessen wird der Widerstand der Mineralien beim Eindringen eines spitzen Gegenstandes (Ritzhärte).
Englische Abkürzung für Maintanence, Repair and Operations; deutsch also Wartung, Reparatur und Betrieb.
Englische Bezeichnung für folienähnliche Mehrschichtprodukte. Im Kager-Sortiment bestehen beispielsweise die Druckmessfolien der Produktgruppe Prescale aus einer Multilayer-Folie, deren funktionelle Komponente eine Flüssigkristallschicht ist.
Die Anfertigung von Mustern (Modellen, Prototypen etc.) ist Teil der Entwicklung von technischen Bauteilen. Dabei führt der Weg zum fertigen Bauteil meist über mehrere Iterationsstufen und mehrere Muster. Der Musterbau steht der Serienfertigung voran. Muster können sowohl Einzelstücke als auch Klein- und Vorserien sein.
Bezeichnung für die Überlänge der textilen Hitzeschutzhauben im Arbeitssicherheits-Programm von Kager. Die mit einem Weitwinkel-Sichtfenster versehenen Schutzhauben bestehen aus einem aluminisierten Preox-Aramidgewebe, das einer Strahlungshitze von bis zu 1.000° C widersteht. Der Nackenschutz bildet den lückenlosen Übergang zu Hitzeschutzschürzen und Hitzeschutzmänteln.
Allgemeine Bezeichnung für Gesteinsarten, die weiterverarbeitet werden. Bereits gesägter oder behauener Naturstein wird auch als Naturwerkstein bezeichnet; nicht vorbearbeiteter Naturstein hingegen als Bruchstein, Brecherprodukt oder Feldstein.
In Deutschland allgemein gebräuchliche Bezeichnung für den Synthese-Kautschuk Chloropren (CR) bzw. Polychloropren bzw. Chlorbutadien. Die Produktion erfolgt durch Polymerisation von 2-Chlor-1,3-Butadien (Chloropren). Neopren kommt als Halbzeug im Automobilbau und für die Herstellung wärmedämmender Sporttextilien zum Einsatz.
Auch niederviskos. Zustandsbeschreibung für flüssige Medien. Flüssigkeiten mit einer niedrigen Viskosität verfügen über eine gute bis sehr gute Fließfähigkeit.
Fachbegriff aus der Walzentechnik, häufig verwendet in Papier- und Drucktechnik. Der NIP ist die Berührungsfläche zweier übereinander positionierter, segmentweise verformbarer Papierwalzen bzw. der für die Entwässerung des Papiers zur Verfügung stehende Spalt zwischen diesen Walzen. Die Walzenhersteller bezeichnen diese Walzen als NIPCO-Walzen. Diese Benennung steht für NIP Control und verweist auf die Justierung des NIPS. Die Druckmessfolien Prescale von Kager lassen sich zur Prüfung und Visualisierung des NIPS einsetzen.
Elektrischer Widerstand (Ohm) pro Flächeneinheit, auch Plattenwiderstand genannt. Der Begriff findet u.a. Anwendung in der Beschichtungs- und Isolationstechnik. Während der Widerstand gegen den Stromfluss durch ein Material als Durchgangswiderstand oder als elektrischer Widerstand bezeichnet wird, definiert der Oberflächenwiderstand den Einfluss der Werkstoffoberfläche. Der Oberflächenwiderstand gehört – so wie auch der Durchgangswiderstand – zu den Kenngrößen für eine Beschreibung des elektrischen Verhaltens von Isoliermaterialien und der Leitfähigkeit elektrisch leitfähiger Kunststoffe. Bei elektrisch leitfähigen Materialien kommt die DIN EN ISO 3915 zur Messung des spezifischen elektrischen Widerstandes von leitfähigen Kunststoffen zur Anwendung. Für nicht leitfähige Stoffe hingegen die IEC 60093 zur Bestimmung des spezifischen Durchgangswiderstands und des spezifischen Oberflächenwiderstands von festen elektrisch isolierenden Werkstoffen.
Fachbegriff für die umfassende Bewertung der von einem Unternehmen, seinen Produkten und Produktionsprozessen ausgehenden Umweltbelastungen.
Kurzbezeichnung für orientiertes oder längs verstrecktes Polypropylen.
Längst verstrecktes Polypropylen. Widerstandsfähiger als Polypropylen. Häufig verwendet für die Herstellung von hochfesten Folien, Verpackungsbändern und Flachbeuteln.
Gebräuchliche deutsche Bezeichnung für das Pantone Matching System (PMS), ein international verwendetes Farbsystem. Wird primär in Grafik sowie Druck- und Verpackungstechnik genutzt. Entwickelt wurde es 1963 vom US-amerikanischen Unternehmen Pantone LLC. Aktuell listet das System 1755 Sonderfarben auf, die sich größtenteils nicht im Vierfarbdruck erzeugen lassen. Es ordnet diesen Farben Nummern zu und dient der vereinfachten Kommunikation und Abstimmung zwischen den an der Erstellung von Druckerzeugnissen beteiligten Mitarbeitern.
Fachbegriff aus der Drucktechnik für das Flächengewicht bzw. das Grammgewicht (Grammatur) von Papier pro Quadratmeter. Seidenpapier hat eine Grammatur von bis zu 25 g/m2, Kraftpapier von bis zu 120 g/m2.
In der Technik wird der Begriff Passung dafür genutzt, die maßliche Relation zwischen zwei (Bau)Teilen zu bezeichnen, die an der Fügestelle ohne eine Nacharbeit zusammenpassen sollen. Anschauliches Beispiel dafür ist eine Welle in einer Bohrung.
Kurzbezeichnung für Polykristalline Wollen. PCW-Wollen bestehen aus keramischen Fasern mit einem Aluminiumoxid (Al2O3)-Gewichtsanteil von mehr als 70 Prozent und finden meist bei Einsatztemperaturen von über 1.300°C und bei anspruchsvollen chemisch-physikalischen Anwendung (auch bei niedrigeren Temperaturen). Polykristalline Wollen werden im Sol-Gel-Verfahren aus wässerigen Spinnlösungen gewonnen. Dabei werden zunächst entstehende wasserlösliche Grünfasern durch anschließende Wärmebehandlung kristallisiert; dazu siehe VDI 3469 Blatt 1 und 5.
Geläufige Kurzbezeichnung für den weit verbreiteten technischen Kunststoff Polyethylen (weiteres siehe dort).
Als Persönliche Schutzausrüstung wird laut PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) eine Ausrüstung bezeichnet, die im Arbeitsleben gegen eine Gefährdung der Sicherheit und der Gesundheit schützt. Dazu zählen beispielsweise Atemschutzgeräte, Absturzsicherungen und Arbeitsschutzkleidung. Genauere Spezifizierungen dazu finden sich in zahlreichen DGVU-Regelwerken der Reihe 112. Nicht als PSA gelten unter anderem normale Arbeitskleidung und Uniformen, Ausrüstungen für Not- und Rettungsdienste sowie die persönlichen Schutzausrüstungen von Bundeswehr, Katastrophenschutz und Polizei.
Kurzbezeichnung für Polyethylenterephthalat, einen thermoplastischen Kunststoff aus der Gruppe der Polyester. PET wird vielfältig verwendet; unter anderem zur Produktion von Kunststoffflaschen, Folien und Textilfasern.
Allgemein gebräuchlicher Begriff, unter dem alle Verfahren für die Herstellung von chemischen Produkten aus Erdgas und Erdöl-Fraktionen zusammengefast sind. Wird auch als Branchenbezeichnung verwendet.
Phenolharz wurde 1907 entwickelt, gehört zu den ersten industriell verarbeiteten Kunststoffen und wird bis heute breit gefächert verwendet. Seinen historisch wohl populärsten Einsatz fand das Material als Karosserie-Werkstoff für die Trabant-Pkw der DDR. Durch Pressen und in Kombination mit zahlreichen Additiven lassen sich aus Phenolharz viele verschiedene Formteile fertigen. Weil bei der chemischen Aufbereitung und der flüssigen Verarbeitung mit Formaldehyd und Phenol zwei giftige Inhaltstoffe benutzt werden, eignet sich Phenolharz nicht für Produkte, die mit Nahrungsmitteln oder menschlicher Haut in Berührung kommen. Beim Einsatz als Dämmmaterial, Farbe oder Lack sind strenge Sicherheitsauflagen zu berücksichtigen.
Bezeichnung für das Fachgebiet und die Branchen, die sich mit der Wandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie beschäftigen; Teilbereich der Solartechnik. Die photovoltaische Energiewandlung macht sich den photoelektrischen Effekt von Solarzellen zu Nutzen. Die gewonnene Elektrizität lässt sich direkt anwenden, in Versorgungsnetze einspeisen oder speichern. Vor der Einleitung in Wechselspannungs-Stromnetze muss die erzeugte Gleichspannung mit Wechselrichtern transformiert werden. Ein System aus Solarmodulen mit Solarzellen und seinen weiteren Komponenten bezeichnet man als Photovoltaikanlage. Als bei weitem bedeutendste Anwendung der Photovoltaik gilt heute die netzgebundene Stromerzeugung durch entsprechende Anlagen auf Gebäudedächern und Freiflächen. Der Begriff ist eine Ableitung aus dem griechischen Wort für „Licht“ (phos) und der Maßeinheit für elektrische Spannung (Volt).
Sammelbegriff für alle Plasmaprozesse, die in der technischen Oberflächentechnik angewendet werden. Dazu zählen u.a. die Plasmareinigung, die Plasmaaktivierung sowie das Plasmaätzen und Plasmabeschichten. Plasmaverfahren haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem flexiblen Bearbeitungswerkzeug für industrielle Anwendungen entwickelt. Die verfahrenstechnische Grundlage basiert auf dem physikalischen Prinzip, dass sich durch Zufuhr von Energie die Aggregatzustände von Stoffen ändern. Festes wird flüssig und Flüssiges wird gasförmig. Reichert man Gas mit weiterer Energie an, wird es ionisiert und wechselt in den energiereichen Plasmazustand. Über 99 Prozent der sichtbaren Materie im Universum sind in diesem Zustand. In seiner natürlichen Form kommt Plasma beispielweise in Gewitterblitzen oder als (ant)arktisches Polarlicht vor. Während einer Sonnenfinsternis ist es als Lichtkreis (Korona) um die Sonne sichtbar. Technisch erzeugt werden kann Plasma durch das Anlegen elektrischer Felder. In Plasmen werden hochangeregte Teilchen und Radikale generiert, die chemische Reaktionen auslösen können, die unter Normalbedingungen nicht erreichbar sind. Die Temperatur der Werkstücke kann dabei niedrig gehalten werden.
Wechsel eines Materials vom festen in einen weichen oder fließfähigen Zustand mit dem Ziel ihn plastisch verformbar zu machen. Als Plastifizierung versteht man in der Technik auch das Beschichten von Werkstücken mit Schutzschichten.
Der Begriff steht für alle Verfahren und technischen Anwendungen, die Druckluft zur Verrichtung von Arbeiten nutzen. Wird auch als Branchenbezeichnung verwendet. Im Unterschied dazu befasst sich die Hydraulik mit dem Einsatz von Flüssigkeiten als Arbeitsmedium.
Kurzbezeichnung für Polymere Optische Faser. Werden beispielsweise zur Datenübertragung verwendet.
Überbegriff für eine Reihe verschiedener synthetischer Polymere (Kunststoffe) mit hohem Verbreitungsgrad wie etwa Polycarbonat (PC) oder Polyethylenterephthalat (PET). Polyester kommen häufig für die Herstellung von Faserprodukten, Faserverbundwerkstoffen, Vliesstoffen oder Lacken zum Einsatz.
Preisgünstiger thermoplastischer Kunststoff mit niedrigem spezifischen Gewicht (0,95 g/cm³) und guter chemischer Beständigkeit gegen Öl, Alkohol, Säuren, Laugen, Salzlösungen, Wasser und Benzin. Unter 60°C in fast allen organischen Lösungsmitteln unlöslich. Ausgezeichnete elektrische Isoliereigenschaften. Physiologisch unbedenklich, geruchlos. Abriebfest und schlagzäh, gute Gleiteigenschaften. Obere Gebrauchstemperatur dauerhaft bis 80°C (kurzzeitig bis 100°C). Gut schweiß- und verarbeitbar. Nur geringe Wasseraufnahme.
Bezeichnung für kristalline Festkörper, die aus kleinen Einzelkristallen (Kristalliten) bestehen, die sich durch ihre Korngrenzen voneinander abgrenzen lassen. Kristallite treten in sehr unterschiedlichen Größen auf. Die meisten kristallinen Festkörper haben eine polykristalline Struktur. Polykristalline werden auch als Multikristall oder Vielkristall bezeichnet.
Polykristalline Wollen zählen zu den Hochtemperaturwollen und bestehen aus Fasern mit einem Aluminiumoxid-Anteil von über 70 Gewichtsprozent. Sie werden im Sol-Gel-Verfahren aus wässerigen Spinnlösungen gewonnen, wobei die zunächst entstehenden wasserlöslichen Grünfasern in einer darauffolgenden Wärmebehandlung kristallisiert werden (dazu VDI 3469 Blatt 1 und 5). Polykristalline Wollen kommen meist bei Einsatztemperaturen von mehr als 1.300 C zum Einsatz; in kritischen chemischen und physikalischen Anwendungen auch bei geringeren Temperaturen.
Sterilisierbares Thermoplast mit niedrigem spezifischen Gewicht (0,91 g/cm³) und guter chemischer Beständigkeit gegen wässrige Lösungen von anorganischen Salzen, schwache anorganische Säuren und Laugen, Alkohol, einige Öle, Lösungen von Waschlaugen bis 100°C. Physiologisch unbedenklich. Sehr gute elektrische Eigenschaften. Höhere Steifigkeit, Härte und Festigkeit als PE-Hart. Schwer zerbrechlich. Gut schweißbar.
Englische Bezeichnung für Polystyrol (PS), ein geschäumt weißes, transparentes Thermoplast, das durch Polymerisation von Styrol hergestellt wird. Polystyrol wird auch co-polymerisiert und mit anderen Polymeren gemischt, wodurch vielen Kunststoffprodukte zusätzliche Härte und Steifheit verliehen wird. Polystyrol gilt als preiswerter Standardkunststoff für vielen Massen- und Einwegprodukte.
Polysulfon (PSU) ist ein amorpher Kunststoff, der der Gruppe der hochtemperaturbeständigen Hochleistungsthermoplaste angehört. Glasklar mit leichtem Gelbstich und bei -100 bis 190° C hart, steif und zäh.
Polyvinylchlorid (PVC) ist ein thermoplastisches Polymer, durch Kettenpolymerisation hergestellt aus Vinylchlorid. Gehört nach Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) zu den wichtigsten Polymeren. Es gibt Hart- und Weich-PVC. Hart-PVC wird unter anderem zur Fertigung von Rohren und Fensterprofilen genutzt; Weich-PVC hingegen zur Herstellung von Kabelummantelungen und Bodenbeläge. Weich-PVC enthält Weichmacher, die dem Material seine Elastizität verleihen.
Geläufige Kurzbezeichnung für den weit verbreiteten technischen Kunststoff Polypropylen – weiteres siehe dort.
Englischer Fachbegriff für Vorausschauende Instandhaltung oder Wartung. In der Praxis ist damit insbesondere die ständige Überwachung und Auswertung von Maschinen- und Produktionsdaten gemeint. Ziel ist es dabei, Maschinen immer rechtzeitig vor einem möglichen Ausfall fit zu machen. Auf diese Weise sollen Qualitätsstandards kontinuierlich auf einem definierten Niveau gehalten werden; längere Stillstandzeiten lassen sich so vermeiden.
Thermisch stabiles Fasermaterial, das durch Oxidation von Polyacrylnitril (PAN) gewonnen wird. Wegen des hohen LOI-(Limiting Oxygen Index)-Wertes von 45-50 Prozent eignet es sich als thermisch-akustisches Isoliermaterial sowie auch für die Fertigung technischer Textilien. Wird häufig auch gemischt mit Para-Aramiden. Preox/Para-Aramid kommt insbesondere für die Herstellung von Textilien zum Einsatz, bei denen Nichtbrennbarkeit und hohe Temperaturbeständigkeit gefordert sind – beispielsweise bei Flugzeugsitzen, Feuerwehr-Schutzkleidung, Hitzeschutzkleidung oder Faltenbälgen.
Produktname für verschiedene Multilayer-Spezialfolien im Sortiment von Kager zur Messung und Dokumentation von mechanischen Drucklasten auf oder zwischen Bauteilen und Werkstücken. Einsetzbar beispielsweise für Passprüfungen in der Baugruppenmontage, NIP-Abdrucktests in der Walzentechnik, Abrollversuche in der Reifenentwicklung, Belastungstest von Verpackungen, Überprüfung der Andruckkräfte von Beutelverschlussstreifen oder auch zum Messen von Belastungen zwischen reibenden Kontaktflächen sowie für die Prüfung von Stau- und Windungskräften auf gewölbten Flächen.
Ältere Bezeichnung für Multilayer-Druckmessfolien von Kager, heute bekannt unter dem Produktnamen Prescale (siehe dort).
Aus dem Griechischen (protos für der Erste; typos für Urbild, Vorbild) abgeleitete Bezeichnung für das vereinfachte, mitunter aber bereits funktionsfähige Versuchsmodell eines zukünftigen Produktes, Werkstücks oder Bauteils. Der Prototyp kann auch nur optisch oder technisch dem späteren Endprodukt entsprechen. Er dient in der Regel als Vorstufe der Serienproduktion. Mit Hilfe von Prototypen werden beispielsweise praktische Eignung, die Produktionsfähigkeit oder auch die allgemeine Verbraucherakzeptanz geprüft. Der Bau von Prototyp verkörpert auch einen entscheidenden Schritt im Rahmen von Formgebung und Design. Unter dem Begriff Prototyping werden heute viele verschiedene Verfahren und Technologien zusammengefasst.
Fachbegriff aus der (Intra)Logistik, der die Verbesserung der Effizienz geschäftlicher, technischer oder kreativer Abläufe beschreibt. Früher Teilgebiet des Qualitätsmanagements, heute vorrangig Komponente eines umfassend angelegten Prozessmanagements. Gilt inzwischen als Basis erfolgreicher betriebswirtschaftlicher Arbeit und unverzichtbarer Bestandteil moderner Unternehmensführung.
Übergreifender Begriff für viele organisatorische Methoden und Verfahren zur Bewertung und Kontrolle von Prozessen und Abläufen in Produktion und Fertigung. Typische Zielsetzung sind die Verbesserung der Verfügbarkeit, der Betriebssicherheit von Maschinen- und Anlagen sowie der Produktqualität. Die Ergebnisse der Prozessüberwachung dienen als Entscheidungsgrundlage für den Eingriff in Fertigungsprozesse. Häufig angewendete Messgrößen der Prozessüberwachung sind Druck, Temperatur, Vibration und Unwucht. Im Zuge der Automatisierung werden immer mehr Funktionen der Prozessüberwachung automatisch ausgeführt.
Abkürzung für Persönliche Schutzausrüstung. Darunter wird die Bekleidung und Ausstattung verstanden, die eine arbeitende Person zum Schutz und zur Abwehr jener Risiken trägt oder hält, die ihre Gesundheit und Sicherheit gefährden können. Also zum Beispiel Schutzhelme, Schutzbrillen, Schutzschilde, Gehörschutz, Atemschutzgeräte, Sicherheitsschuhe, Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Auffanggurte, Rettungswesten oder Stechschutzkleidung. PSA müssen den Richtlinien der europäischen PSA-Verordnung entsprechen. Konkret: Der Verordnung (EU) 2016/425 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 über persönliche Schutzausrüstungen und zur Aufhebung der Richtlinie 89/686/EWG.
Abkürzung für pound-force per square inch oder pounds per square inch (Pfund pro Quadratzoll), eine in den USA angewendete Maßeinheit für Druck (z.B. Reifendruck). Zählt nicht zum internationalen Einheitensystem SI. In der Wissenschaft wird die SI-Einheit Pascal bevorzugt. PSI ist definiert als jener Druck, den die Gewichtskraft einer Masse von einem (angloamerikanischen) Pfund (lb) bei Normfallbeschleunigung auf eine Fläche von einem Quadratzoll ausübt.
Kurzform für Polyvinylchlorid (siehe dort).
Breit gefächerte Produktserie mit Hochtemperatur-Coatings (HTCP) im Portfolio von Kager
Gruppe von hochtemperaturfähigen, keramischen (Aluminiumoxid) Industrie-Klebstoffen im Kager-Sortiment. Ausgelegt für die Reparatur an Feuerfest-Auskleidungen, in Öfen, Feuerungsanlagen, Veraschungsöfen und Schichtöfen. Kann auch als Abdichtzement in Motoren und als thermische Übertragungsmischung in Prozessbehältern eingesetzt werden.
Häufig vorkommendes mineralisches Schichtsilikat (Al2[(OH)2|Si4O10]). Es kristallisiert polytyp und entwickelt meist radialstrahlige Büschel aus nadeligen Kristallen oder blättrige, körnige bis massige Mineral-Aggregate von weißer, grauer, grünlicher oder gelber Farbe. Die durchscheinenden oder undurchsichtigen Kristalle zeigen einen fettig-perligen Glanz, massige Bereiche dagegen zeigen sich matt. Pyrophyllit ist von geringer Mohshärte (ca. 1 – 2); es kann daher mit dem Fingernagel geritzt werden.
Qualitätssicherung oder Qualitätskontrolle sind Überbegriffe für viele verschiedene Methoden, Verfahren und Maßnahmen zur Erreichung und Sicherstellung definierter Güteanforderungen. Der DIN EN ISO 9000:2015 zufolge ist die Qualitätssicherung jener Bereich des Qualitätsmanagements, der darauf abzielt, Vertrauen in die Qualität von Produkten zu schaffen. In Deutschland gewann die Qualitätssicherung an Bedeutung, seitdem Unternehmen damit begannen, ihre Qualitätsmanagementsysteme (QMS) nach den Vorgaben der 1987 aufgestellten Normenreihe ISO 9001 zertifizieren zu lassen.
Ursprünglich vorrangig in der Transfusionsmedizin verwendete Bezeichnung für Sicherheitsmaßnahmen bei der Herstellung von gerinnungsaktivem Plasma. Der Begriff wird inzwischen auch in anderen Bereichen eingesetzt, um zu verdeutlichen, dass eine Substanz vor ihrer praktischen Anwendung zunächst eine spezielle und zeitlich definierte Vor- oder Zwischenlagerung absolvieren muss, damit ihre problem- und gefahrlose Funktionsfähigkeit gewährleistet ist.
Der Reibungskoeffizient (Reibungszahl) hat die Formelzeichen µ oder f und ist die Größe für das Verhältnis zwischen der Reibungs- und Anpresskraft zwischen zwei sich berührenden Körpern. Der Reibungskoeffizient und seine Bestimmung gehören in das Fachgebiet der Tribologie. Bezüglich der Angabe des Reibungskoeffizienten ist zu unterscheiden zwischen Gleit- und Haftreibung. Im Fall der Gleitreibung bewegen sich die beiden Reibflächen der Körper relativ zueinander; im Fall der Haftreibung nicht.
Als Rein- oder Reinstraum bezeichnet man einen besonderen Raum, dessen Ausstattung so konzipiert ist, dass in ihm die Konzentration luftgetragener Partikel möglichst gering bleibt. Solche Räume sind beispielsweise in der Halbleiterindustrie erforderlich. Hier würden die in der gewöhnlichen Raumluft befindlichen Staub- und Schwebeteilchen die Herstellung integrierter Schaltkreise negativ beeinflussen. Reinräume finden sich in Optik, Lasertechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Biochemie, Medizin, Forschung sowie in der Lebensmittel-, Pharma- und Nanotechnik. Zur Klassifizierung von Reinräumen werden verschiedene Normen und Richtlinien herangezogen. Dazu zählen die ISO 14644-1, die ECSS-Q-ST-70-01, die VDI 2083, der GMP-Leitfaden Annex 1 und der US FED STD 209E. Zu den wichtigsten Kriterien der Klassifizierung gehören die Partikelgröße in µm und die Partikelmenge je m3 (oder ft3).
Unspezifischer, übergreifender Begriff für ein- oder mehrkomponentige Pasten, Spachtel- oder Spritzmassen, die zum Ausbessern, Abdichten, Kleben oder Abdecken schadhafter Stellen an Bauteilen oder auf Oberflächen ausgelegt sind. Kager bietet in diesem Bereich eine große Auswahl verschiedener Produkte zur Reparatur von metallischen und keramischen Bauteilen.
Reversible Prozesse (Physik) oder Reaktionen (Chemie) sind umkehrbar bzw. rückstellbar. Im Gegensatz dazu sind irreversible Prozesse und Reaktionen nicht umkehrbar, also dauerhaft bleibend. Bei Kager werden diese Begriffe zur Unterscheidung verschiedener Typen von Farbwechsel-Messstreifen und -punkten verwendet.
Weithin gebräuchliche Abkürzung für Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances in electrical and electronic Equipment. In Deutsch: Beschränkung des Einsatzes bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. (Die Abkürzung wurde ursprünglich auch für die EG-Richtlinie 2002/95/EG verwendet.)
In Rollenform aufgewickelte und mit oder ohne Innenhülse angebotene Halbzeuge (Textilien, Papiere, Bleche u.a.) werden gemeinhin als Rollenware bezeichnet – im Gegensatz zu Meterware, Plattenware, Stangenware oder auch Schüttgut.
Dünnes, flexibles, thermoplastisches Folienprodukt mit hohem Reibungskoeffizienten im Kager-Sortiment. Es dient zur Sicherung der Stand- und Rutschfestigkeit vibrierender Geräte oder feinmechanischer Werkzeuge auf Arbeitsflächen.
Vereinfachte Bezeichnung für Salzsprühtest oder Salzsprühnebelprüfung. Standardprüfverfahren zur Beurteilung der Korrosionsschutzeffizienz organischer Beschichtungen, metallischer Coatings und chemisch-physikalischer Oberflächenveredelungen. Wird definiert durch nationale oder internationale Normen wie etwa ASTM B117 oder DIN EN ISO 9227. Beim Salzsprühtest werden die Prüfkörper unter normierten Kriterien in einer Prüfkammer positioniert und einer Salzlösung ausgesetzt. Bewertet werden die an den Objekten aufgetretenen Korrosionserscheinungen (Rostgrad, Blasengrad, korrosive Unterwanderung).
Abkürzung für die Weich-PVC-Matten im Programm von Kager. Dabei handelt es sich um weiche Staubfangmatten für den Einsatz in den Sauberlaufzonen von Laboren, Rein- und Sauberräumen.
Fachbegriff für die Reduzierung von Schallenergie, beispielsweise durch Umwandlung in Wärme. Absorbere bedeutet im Lateinischen einsaugen, verschlingen. Als Maßeinheit für die Schallabsorption dient das Sabin.
Umgangssprachlich für Schmelztemperatur, jene Temperatur, bei der ein Stoff schmilzt, also vom festen in den flüssigen Aggregatzustand wechselt. Sie ist abhängig vom Material, im Gegensatz zur Siedetemperatur aber kaum vom Druck; Schmelztemperatur und Druck bezeichnet man zusammen als Schmelzpunkt. Einige Materialien können nicht schmelzen, da sie vorher chemisch zerfallen; andere wiederum werden direkt gasförmig.
Folie aus thermoplastischem Kunststoff, die sich unter Wärmeeinwirkung zusammenzieht. Schrumpffolien-Verpackungen werden vorrangig als Umverpackung von Stückgütern eingesetzt. Dient der transport-, lager- und versandtechnischen Vereinfachung.
Mit Hilfe der Schrumpfrate definiert man das Schrumpfverhalten von Werkstoffen unter Wärmeeinwirkung. Bei einem Kunststoffschlauch bedeutet eine angegebene Schrumpfrate von 2:1 in Bezug zum Liefermaß des Grundschlauchs, dass sich der Durchmesser des Schlauchs um maximal die Hälfte reduzieren kann.
Vorrichtung zum thermischen Schneiden bzw. Trennen oder auch maschinellen Abstanzen.
Werkstoffkennwert für Elastomere und Kunststoffe; wurde 1925 von Albert Shore entwickelt und ist heute in den Normen DIN EN ISO 868, DIN ISO 7619-1 sowie ASTM D2240-00 definiert. Gemessen wird die Shore-Härte mit einem Prüfmittel namens Shore-Durometer. Es besteht aus einem federbelasteten Stift aus gehärtetem Stahl, dessen Eindringtiefe in das zu prüfende Material das Maß für die Shore-Härte abgibt. Die Skala reicht von 0 Shore, was 2,5 mm Eindringtiefe entspricht, bis 100 Shore (0,0 mm Eindringtiefe).
Silikate sind die Salze und Ester der Ortho-Kieselsäure (Si(OH)4) und deren Kondensate. Viele Minerale lassen sich der mineralogischen Gruppe der natürlichen Silikatminerale zuordnen. Die Erdkruste besteht zu mehr als 90 Prozent, der Erdmantel sogar nahezu vollständig aus Silikaten. Die häufigsten Silikate sind die Feldspäte.
Hautfreundlicher, asbestfreier und toxikologisch unbedenklicher Fasertyp. Chemisch beständig mit Ausnahme von Fluss-, Phosphorsäuren und starken Laugen. Hohe Schmelztemperatur von 1.600° C bis 1.700° C. Silikatfasergarne und -gewebe bestehen aus anorganischen Stoffen und enthalten keine giftigen oder reizenden Substanzen. Gute thermische und mechanische Eigenschaften machen sie zu einer Alternative zu Keramikfaserprodukten. Kennzeichnungspflichtig gem. GefStoffV Schlacken.
Auf der Basis von Silikatfasern hergestellte, hochtemperaturbeständige Textilien. Je nach Anteil an Siliciumdioxid weisen Silikatfasern verschiedene thermische und mechanische Eigenschaften auf. Liegt der Gehalt an Siliciumdioxid bei über 99,95 Prozent, spricht man von reinem Siliciumdioxid; ansonsten verwendet man die Bezeichnung Silikatfaser.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom englischen Chemiker Frederic Stanley Kipping (1863 -1949) eingeführte Bezeichnung für Poly(organo)siloxane, eine Gruppe synthetischer Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome miteinander verbunden sind. Nicht zu verwechseln mit Silizium.
Ein Oxid des Siliziums mit der chemischen Formel SiO2. Der Großteil des globalen Volumens an Sand besteht aus Siliziumdioxid (Quarz), das in der oberen Erdkruste häufig vorkommt. Wegen seiner Härte und chemischen Beständigkeit sehr witterungsfest. Die meisten Quarzgläser bestehen aus Siliziumdioxid.
Beim Sintern werden polymere, keramische oder metallische Pulverwerkstoffe unter Druck mit Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur erhitzt. Dabei kommt es in der Regel zu einer Schwindung des Werkstücks, da sich die Partikel des Ausgangsmaterials verdichten und Porenräume aufgefüllt werden. Moderne Sinterverfahren spielen eine große Rolle bei der Herstellung keramischer, polymerer und metallischer Bauteile. Während des sintertypischen Temperierens wandelt sich ein fein- oder grobkörniger Grünkörper – zuvor beispielsweise durch Extrusion gefertigt – in ein solides und festes Bauteil. Die Temperaturbehandlung verleiht dem gesinterten Werkstück seine finalen Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit, Härte oder Temperaturbeständigkeit. Prinzipiell differenziert man zwischen Festphasensintern und Flüssigphasensintern.
In vielen technischen und wissenschaftlichen Disziplinen verwendeter Begriff für die Anpassung von Darstellungen, Objekten und Konstruktionen an veränderte Maßstäbe. Mathematiker versteht darunter die Änderung eines auf einer Skala abgebildeten Wertes; Grafiker hingegen die Änderung der Größe eines Bildes.
Sol-Gel-Verfahren dienen der Herstellung nicht-metallischer anorganischer oder hybridpolymerer Gele auf der Basis sogenannter Sole. Die Ausgangsmaterialien bezeichnet man als Präkursoren (Precursor). Hierbei handelt es sich vorrangig um Alkoxide von Metallen (Tetraethylorthosilikat, Tetramethylorthosilikat, Tetraisopropylorthotitanat). Bei den typischen Sol-Gel-Prozessen laufen Hydrolyse und Kondensation meist synchron ab, wobei sich zunächst wenige Nanometer große Feststoffpartikel bilden, die in einer Dispersion verteilt sind, sich vernetzen können und zu einem Gel kondensieren. Durch entsprechende Weiterverarbeitungsprozesse lassen sich daraus feine Pulver, monolithische Keramiken, Gläser, Keramikfasern, anorganische Membranen, dünne Beschichtungen und Aerogele gewinnen. Jedes Erzeugnis lässt sich durch Varianten im Ablauf des Verfahrens mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften ausstatten. Daher hat die Sol-Gel-Technik große Bedeutung in der Werkstoffforschung. Aufgrund der geringen Größe der Solpartikel lässt sich das Sol-Gel-Verfahren der chemischen Nanotechnik zuordnen.
Sol-Gel-Verfahren dienen der Herstellung nicht-metallischer anorganischer oder hybridpolymerer Gele auf der Basis sogenannter Sole. Die Ausgangsmaterialien bezeichnet man als Präkursoren (Precursor). Hierbei handelt es sich vorrangig um Alkoxide von Metallen (Tetraethylorthosilikat, Tetramethylorthosilikat, Tetraisopropylorthotitanat). Bei den typischen Sol-Gel-Prozessen laufen Hydrolyse und Kondensation meist synchron ab, wobei sich zunächst wenige Nanometer große Feststoffpartikel bilden, die in einer Dispersion verteilt sind, sich vernetzen können und zu einem Gel kondensieren. Durch entsprechende Weiterverarbeitungsprozesse lassen sich daraus feine Pulver, monolithische Keramiken, Gläser, Keramikfasern, anorganische Membranen, dünne Beschichtungen und Aerogele gewinnen. Jedes Erzeugnis lässt sich durch Varianten im Ablauf des Verfahrens mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften ausstatten. Daher hat die Sol-Gel-Technik große Bedeutung in der Werkstoffforschung. Aufgrund der geringen Größe der Solpartikel lässt sich das Sol-Gel-Verfahren der chemischen Nanotechnik zuordnen.
Übergreifender Sammelbegriff für alle Verfahren und Prozesse, die Sonnenstrahlung in Wärme oder elektrische Energie wandeln. Zur Solartechnik zählen heute unter anderem die Photovoltaik, die Solarthermik und die Solararchitektur. Solartechnische Anlagen dienen der Umwandlung von Sonnenenergie in andere Energieformen. Sobald eine Solaranlage auch mit beweglichen Bauteilen (Motor, Turbine, Generator u.a.), Motor) arbeitet, bezeichnet man sie als Solarkraftwerk.
Englischer Fachbegriff aus der Oberflächentechnik, der das plötzliche, unerwünschte Abplatzen von Teilen von Beschichtungen – etwa durch Wärmeeinwirkung – beschreibt.
Lösung, aus der sich eine Kunstfaser (z.B. Viskose) herstellen (spinnen) lässt
Elastische, polymere Bodenmatten mit speziellen Hafteigenschaften zur Bindung von Staub- und Schmutzpartikeln. Die Weich-PVC-Staubfangmatten von Kager kommen beispielsweise in den Sauberlaufzonen oder Partikelschleusen von Laboren, Sauber- und Reinräumen zum Einsatz.
Sammelbegriff für physikalische, thermische, strahlungstechnische und chemische Verfahren, mit denen sich Oberflächen und Objekte von Mikroorganismen und Sporen befreien lassen. Im Idealfall werden durch die Sterilisation von Materialien, medizinischen Instrumenten, Implantaten, Gegenständen, Verpackungen und Behältern sämtliche Mikroorganismen inklusive ihrer Dauerformen (z.B. Sporen) abgetötet. Auch Viren, infektiöse Proteine, Plasmide und DNA-Fragmente werden vernichtet. Eine vollständige Sterilisation kann in der Praxis jedoch nicht erreicht werden. Daher wird meist eine Reduzierung der Menge an Mikroorganismen um einen am Anwendungsfall orientierten Faktor angestrebt. Die oft genutzte Bezeichnung „keimfrei“ als Synonym für „steril“ ist fehlerhaft, da es sich bei der Sterilisation nicht nur um die Beseitigung bestimmter Entwicklungsstadien der Mikroorganismen handelt, sondern um die Abtötung aller Mikroorganismen in allen Phasen ihrer Entwicklung.
Elektromagnetische Wärmestrahlung eines Objekts in Relation zu seiner Temperatur. Mit steigender Temperatur des Objekts nimmt die Intensität seiner Wärmeabstrahlung zu und das Maximum der Emission verschiebt sich hin zu kürzeren Wellenlängen.
Synthesekautschuk mit dem Kurzzeichen SBR (engl. styrene-butadiene rubber). Styrol-Butadien ist ein Copolymer aus 1,3-Butadien und Styrol.
Abkürzung für die Thermischen Desinfektionsindikatoren im Messtreifen-Sortiment von Kager. Es handelt sich dabei um Drei-Feld-Temperaturindikatoren mit irreversiblem Farbwechsel (65 - 82° C).
Unter diesem Begriff werden meist Tinten, Lacke und Coatings zusammengefasst, die mit temperaturempfindlichen Pigmenten angereichert sind, die ihre Farbe bei einem Temperaturwechsel verändern. Kager bietet temperaturanzeige Farben in verschiedenen Varianten für unterschiedliche Temperaturbereiche an.
Widerstandsfähigkeit von Werkstoffen, Oberflächen, Bauteilen oder Halbzeugen gegen den Einfluss hoher Temperaturen. Beim Erreichen der oberen Gebrauchstemperatur eines Materials, verändern sich dessen temperaturabhängige Eigenschaften. Ein wichtiger Faktor ist hierbei auch die Dauer der Temperatureinwirkung. Siehe auch Hitzebeständigkeit.
Folien- und Multilayerprodukte unterschiedlicher Ausprägungen mit reversiblen und irreversiblen Skalen zur einfachen Messung, Überwachung und Kontrolle der Temperaturentwicklung von Oberflächen, Bauteilen, Behältern u.a. Kager bietet Temperaturmessfolien in zahlreichen Varianten für unterschiedliche Temperaturbereiche an.
Kleine, runde Selbstklebe-Etiketten unterschiedlicher Ausprägungen mit reversiblen und irreversiblen Skalen zur einfachen Messung, Überwachung und Kontrolle der Temperaturentwicklung von Oberflächen, Bauteilen, Behältern u.a. Kager bietet Temperaturmesspunkte in mehreren Varianten für unterschiedliche Temperaturbereiche an.
Folien- und Multilayerprodukte unterschiedlicher Ausprägungen mit reversiblen und irreversiblen Skalen zur einfachen Messung, Überwachung und Kontrolle der Temperaturentwicklung von Oberflächen, Bauteilen, Behältern u.a. Kager bietet Temperaturmessstreifen in vielen Ausführungen für unterschiedliche Temperaturbereiche an.
Beständigkeit eines Werkstoffes gegen häufige Temperaturwechsel. Temperaturwechsel sind für viele Materialien eine besondere Beanspruchung, die ihre Lebensdauer begrenzt. Anders als die Härte oder die Zugfestigkeit ist die Temperaturwechselbeständigkeit (Thermoschockbeständigkeit) kein rechnerisch bestimmbarer Parameter. Es handelt sich daher eher um einen Eigenschaftskomplex, der stark von den Einsatz- und Umgebungsbedingungen abhängt.
Bezeichnung einer Produktserie mit selbstklebenden, irreversiblen Ein- und Mehrfeld-Temperatur-Indikatoren im Portfolio von Kager.
Der Begriff stammt aus der Textilindustrie und steht für Verfahren, durch die glatte Filamentgarne eine gekräuselte Struktur erhalten. Glatten Kunstfasern aus Polyamid, Polyester oder Polypropylen soll dadurch die Charakteristik von Naturfasern (Wolle, Baumwolle) verliehen werden. In der Technik unterscheidet man zwischen mechanischen, mechanisch-thermischen, chemische-thermischen und chemischen Texturierungsverfahren.
Produktlinie mit selbstklebenden, irreversiblen Ein- und Mehrpunkte-Temperatur-Indikatoren im Sortiment von Kager.
Multilayer-Messfolien im Kager-Angebot zum Messen und Visualisieren von Temperaturen im Bereich von 0° C bis 50° C oder 50° C bis 100° C.
Thermoplaste (Plastomere) sind Kunststoffe, die in bestimmten Temperaturbereichen thermoplastisch verformt werden können. Solange nicht durch Überhitzung die thermische Zersetzung des Materials einsetzt, ist dieser Vorgang reversibel – er kann also mittels Abkühlung und erneutes Erwärmen bis zum schmelzflüssigen Zustand wiederholt werden. Thermoplaste lassen sich auch schweißen.
Farbreaktive Wärmemessfolie für einen Temperaturbereich von 80 bis 210° C im Sortiment von Kager.
Aus dem Griechischen (thixis für das Berühren; trepo für ich wende, ändere) abgeleiteter Fachbegriff, der die Eigenschaft eines Nicht-Newtonschen Fluids bezeichnet, bei konstanter Scherung über eine Zeitachse X Viskosität zu verlieren. Bei Beendigung der Scherbeanspruchung wird jedoch wieder Viskosität aufgebaut. Je länger eine thixotrope Flüssigkeit umgerührt wird, desto dünnflüssiger wird sie.
Kurzbezeichnung für den TLC Hot Hand Indikator im Produktprogramm von Kager. Dabei handelt es sich um einen selbstklebenden Messpunkt für Anwendungen, bei denen die Gefahr von Verbrennungen oder Verbrühungen besteht.
Der Fachbegriff steht für die Verarbeitbarkeits- bzw. Gebrauchsdauer von reaktiven Materialien wie etwa Klebstoffen, Kunstharzen oder auch Lacken und Farben. Er bezeichnet die Zeit zwischen dem Anmischen einer (mehrkomponentigen) Substanz und dem Ende ihrer Verarbeitbarkeit. Man kann auch sagen: Es ist jene Zeitspanne, bei der sich eine Substanz dem Topf entnehmen und verarbeiten lässt. Bei den meisten Substanzen steigt zum Ende der Topfzeit hin die Viskosität. Grundsätzlich richtet sich die Topfzeit aber nach den chemischen Eigenschaften einer Substanz und den Umgebungsbedingungen. Topfzeitangaben sind daher meist nur plausibel im Zusammenhang mit zusätzlichen Informationen – etwa zur Menge, Durchmischung, Temperatur, Feuchte oder Gefäßform.
Teilweise Lichtdurchlässigkeit eines Materials (von lat. lux für Licht). Häufig verwechselt mit Transparenz (Blickdurchlässigkeit).
Teilgebiet der zerspanungstechnischen Minimalmengenschmierung, bei der vollständig auf den Einsatz von Schmierstoffen verzichtet wird.
Hierzu siehe: Prozessüberwachung.
Kurzbezeichnung für Ultraviolettlicht oder -strahlung (Schwarzlicht). Elektromagnetische Strahlung im optischen Frequenzbereich mit kürzeren Wellenlängen als das für das menschliche Auge wahrnehmbare Licht. „Ultraviolett“ meint „jenseits von Violett“, den Farbreiz mit der kürzesten noch sichtbaren Wellenlänge. Jenseits der UV-Strahlung folgt die Röntgenstrahlung.
Spezielle Messfolie zur Messung und Visualisierung der UV-Belastungen von Oberflächen.
Hierzu siehe: UV-Licht
Ein- oder zweischichtige Systemfolie im Programm von Kager zur Messung und Visualisierung der UV-Belastung von Oberflächen. Die Funktionsweise beruht auf einer UV-lichtempfindlichen Beschichtung mit farbbildenden Mikrokapseln. Je nach Ausführung reichen die Messebereiche von 4 bis 60 Millijoule pro Quadratzentimeter (mJ/cm2), von 700 bis 6000 mJ/cm2 oder von 60 bis 700 mJ/cm2. Die Intensität der UV-Strahlung wird durch einen Farbverlauf von Hell- bis Dunkelbau angezeigt.
Verfahren zum genauen Dosieren und Applizieren hochwertiger 1K- oder 2K-Vergussmassen direkt am Bauteil (Leiterplatten, Gehäuse u.a.). Die flüssige Vergussmasse wird in das Bauteil eingebracht oder umhüllt es. Bauelemente und Baugruppen in der Elektronik sowie Kabelverbindungen werden häufig umspritzt, um sie zu schützen. Sobald die Vergussmasse ausgehärtet ist, sind die Bauteile verkapselt. So können z.B. elektrische Schaltungen vor Nässe, Staub, Schmutz und Vibration geschützt werden. Vergießen verbessert zudem die elektrische Isolation und die Flammhemmung, und es sichert die Komponenten während des Transports oder der Installation.
Unter Verschleißfestigkeit (Verschleißbeständigkeit gemäß DIN 50320) versteht man die Widerstandsfähigkeit eines festen Körpers oder Werkstoffs gegen mechanischen Abrieb. Zwecks Optimierung werden bei Metallen häufig die Oberflächen gehärtet oder beschichtet. Keramische Werkstoffe gelten als sehr verschleißfest. Durch Schmierung kann die Verschleißfestigkeit deutlich verbessert werden.
Auch orientiertes Polypropylen. Kurzbezeichnung OPP. Widerstandsfähiger als Polypropylen. Häufig verwendet für die Herstellung hochfester Folien, Verpackungsbänder und Flachbeutel.
Vinylchlorid (VC) ist ein farbloses, brennbares und narkotisierendes Gas. Bei hoher Konzentration riecht es leicht süßlich und chlorähnlich. Vinylchlorid dient als Ausgangsstoff zur Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC).
Bezeichnung für die Zähflüssigkeit von Fluiden. Je höher die Viskosität eines Mediums ist, desto dickflüssiger, pastöser und weniger fließfähig ist es. Je niedriger die Viskosität, desto fließfähiger ist das Gas oder die Flüssigkeit.
Veranschaulichung und Sichtbarmachung von Prozessen, Informationen, und Zusammenhängen in Form von Grafiken, Animationen, Schaubildern, Filmen u.ä. Über Visualisierungen wird versucht, sprachlich oder logisch anspruchsvolle Sinnzusammenhänge in besser verständliche optische Darstellungen zu transferieren.
Vliese oder Vliesstoffe bestehen aus natürlichen oder synthetischen Fasern oder Garnen. Häufig handelt es sich dabei um textile Flächengebilde verschiedener Dicken. Andere Vliesstoffe ähneln hingegen eher Papieren, Folien oder faserverstärkten Kunststoffen. Vliesstoffe decken eine Vielfalt an Eigenschaften ab, die sich auch in der Vielzahl der nutzbaren Rohstoffe und Herstellungsverfahren widerspiegelt.
Englische Abkürzung für Volatile Organic Compounds, also flüchtige organische Verbindungen. Darunter sind gas- und dampfförmige Stoffe organischen Ursprungs in der Umgebungsluft zu verstehen. Hierzu zählen etwa Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde und organische Säuren. Auch Lösungsmittel, Flüssigbrennstoffe und synthetisch hergestellte Stoffe können als VOC auftreten. Ebenso viele organische Verbindungen, die in biologischen Prozessen gebildet werden. In der Fachwelt differenziert man zwischen sehr flüchtigen organischen Verbindungen (Very Volatile Organic Compounds, VVOC) und schwerflüchtigen organischen Verbindungen (Semivolatile Organic Compounds, SVOC).
Die Begriff Vorbeugende Instandhaltung umfasst all jene Maßnahmen der Wartung und Reparatur, die regelmäßige und ohne konkreten Schadensanlass an Maschinen und Anlagen durchgeführt werden. Auf diese Weise sollen Problempotenziale rechtzeitig identifiziert und frühzeitig behoben werden. Und zwar, bevor es überhaupt zu Stillständen, Schäden, Störungen oder Ausfällen kommt.
Synonym für Nullserie oder Pilotserie, in denen Bauteile oder Produkte während der Einführungsphase einer Serienproduktion zur letzten Erprobung gefertigt werden. Die Fertigungsmethode der Vorserie sollte jener entsprechen, die anschließend zur Herstellung der Serienprodukte eingesetzt wird. Erzeugnisse aus Vorserien kommen üblicherweise nicht auf den Markt. Da die Begriffe Vor-, Null- und Pilotserie nicht normiert sind, können sie unterschiedlich verwendet werden.
Auch thermische Expansion; die Änderung der geometrischen Abmessungen eines Körpers, ausgelöst durch eine Veränderung seiner Temperatur. Als Kennwert dient der Ausdehnungskoeffizient. Die Wärmeausdehnung führt zu einer Änderung der Dichte des Körpers; bei Fluiden kann dies auch mit veränderten Druckverhältnissen einher gehen.
Synonym für Wärmedämmung, die Reduzierung des Durchflusses von Wärmeenergie durch eine äußere Hülle, mit dem Ziel, einen Raum oder ein Objekt vor Abkühlung oder Erwärmung zu schützen. Wird in vielen Bereichen der Technik mittels natürlicher oder künstlich hergestellter Materialien bewerkstelligt. Im engeren Sinne wird der Begriff Isolierung vorrangig in der Elektrotechnik verwendet – für den Schutz vor einer Übertragung von elektrischem Strom oder von Schwingungen.
Die spezifische Wärmeleitfähigkeit oder Wärmeleitzahl λ eines Werkstoffs oder Materials ist ein quantitatives Maß für seine Fähigkeit, Wärmeenergie durchzuleiten. Die Einheit dafür ist W / (m· K) (Watt pro Meter und Kelvin). Sie beschreibt, wie gut oder schlecht ein Werkstoff Wärme leitet und wie gut oder schlecht er sich daher zur Wärmedämmung eignet. Die Wärmedämmung ist umso effektiver, je niedriger der Wert der Wärmeleitfähigkeit liegt. Der Kehrwert der Wärmeleitfähigkeit ist der spezifische Wärmewiderstand.
Wärmeleitfette und -pasten verfügen über hohe Wärmeleitkoeffizienten und dienen der Optimierung der elektrischen Leitfähigkeit von Oberflächen. Typische Einsatzgebiete sind die Herstellung, Montage und Reparatur von Leiterplatten, Platinen, Sensoren und anderen Komponenten der Elektronik und Mikroelektronik. Das silberhaltige und hochtemperaturbeständige Einkomponenten-Wärmeleitfett Heat-Away 641-EV im Portfolio von Kager kombiniert beispielsweise eine gute Wärmeübertragung mit einer hohen elektrischen Leitfähigkeit (0,0008 Ωcm). Es eignet sich daher sehr gut für den Einsatz in der Leistungselektronik.
Maß für die Fähigkeit eines Werkstoffes oder Materials, Wärmeenergie zu leiten. Sie dazu auch: Wärmeleitfähigkeit.
Hierzu siehe: Wärmeleitfett.
Der Begriff Wartung umfasst laut DIN 31051 Maßnahmen zur Verzögerung des Abbaus des vorhandenen Abnutzungsvorrates einer Betrachtungseinheit. Wartungsmaßnahmen kommen während der Nutzung eines Objekts zur Anwendung. Sie werden anhand technischer Regeln oder Herstellervorschriften ausgeführt. Die Wartung gilt – wie die Instandsetzung und die Inspektion – als Teil der Instandhaltung. Mit Hilfe regelmäßiger Wartungen kann eine lange Lebensdauer und ein geringer Verschleiß der gewarteten Objekte bewirkt werden. Fachgerechte Wartung ist meist Grundlage für Gewährleistungen.
Große Teilgruppe der Polyvinylchloride (siehe dort)
Xylol, Xylen oder Dimethylbenzol (laut IUPAC-Nomenklatur: Dimethylbenzen) ist eine farbloses, flüssiges Isomerengemisch und zählt zur Klasse der aromatischen Kohlenwasserstoffe. Es besteht aus den drei Verbindungen meta-Xylol (60 %), ortho-Xylol (10 - 25 %) und para-Xylol (10 - 25 %). Seine Isomeren haben unterschiedliche physikalische Eigenschaften. Wird vorrangig als Lösungsmittel eingesetzt.
Nach Zirkon die in der Natur häufigste Verbindung des Elementes Zirconium. Bezeichnet auch als Zirconiumoxid, Zirconium(IV)-oxid (ZrO2), Zirconiumdioxid und Zirkonoxid. Technisches Zirconiumdioxid ist ein anorganischer Werkstoff, der in Pulverform zur Herstellung von Hochleistungskeramik (Oxidkeramik) verwendet wird. Für die Gewinnung von Zirconiumdioxid nutzt man den Silicatsand Zirconiumsilicat (ZrSiO4). Er wird gereinigt und in zu 99 Prozent reines Zirconiumdioxidpulver gewandelt.
Maximale mechanische Zugspannung eines Werkstoffs. Die Zugfestigkeit gehört zu den Kennwerten für die Bestimmung der Festigkeiten von Werkstoffen, gemessen im Zugversuch als Kraft pro Fläche in den Maßeinheiten N/mm² oder MPa (Megapascal). Die Zugfestigkeit eines Werkstoffs kann im Spannungs-Dehnungs-Diagramm abgelesen werden (Wert in der Y-Achse am höchsten Punkt der Kurve). Duktile Materialien dehnen sich im Zugversuch nach Überschreiten der Zugfestigkeit weiter, wobei sich ihr Querschnitt reduziert. Spröde Werkstoffe reißen bei Überschreitung des Zugfestigkeitswertes.
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