Glossar

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Begriff Definition
Durchschlagsfestigkeit

Die Durchschlagsfestigkeit eines Werkstoffs (z.B. Isoliermaterial) wird meist in kV/mm angegeben und ist die maximale elektrische Feldstärke, bis zu der das Material einem Spannungsdurchschlag – dann erkennbar als Lichtbogen oder Funkenschlag – widersteht. Dieser Wert ist kein fester Werkstoffparameter, da er von verschiedenen Faktoren abhängig ist.

Durchgangswiderstand

Als Durchgangswiderstand oder elektrischer Widerstand (Ohm) wird der Widerstand eines Materials gegen den Stromdurchfluss bezeichnet. Der Oberflächenwiderstand hingegen charakterisiert den Einfluss der Oberfläche des Werkstoffs. Durchgangs- und Oberflächenwiderstand sind Kenngrößen zur Beschreibung des elektrischen Isolationsverhaltens und der elektrischen Leitfähigkeit von Werkstoffen. Für die Bestimmung zugrundgelegt werden die DIN EN ISO 3915 (leitfähige Werkstoffe) und die IEC 60093 (nicht leitfähige Materialien).

Druckmessfolie

Spezialfolie im Sortiment von Kager zur einfachen Messung und Dokumentation von mechanische Drucklasten auf oder zwischen Bauteilen und Werkstücken. Siehe auch: Prescale.

Drehmoment

Das Drehmoment ist eine physikalische Größe (lat. momentum für Bewegungskraft) und steht für die Drehwirkung einer Kraft auf einen Körper. Es gilt für Drehbewegungen ebenso wie für geradlinige Bewegungen, kann die Rotation eines Körpers beschleunigen oder verlangsamen; es kann den Körper auch verbiegen (Biegemoment) oder verwinden (Torsionsmoment). In der Antriebstechnik bestimmen das Drehmoment und die Drehzahl die Leistung. Die SI-Maßeinheit für das Drehmoment ist das Newtonmeter.

Dispersionsbeschichtung

Sammelbegriff für Beschichtungen zu deren Verarbeitung disperse (verteilende, auflösende) Beschichtungsmaterialien verwendet werden. Ihre Aushärtung kann lufttrocknend oder unter Temperaturzugabe erfolgen.

Dispenser

Englische Bezeichnung für manuelle, halbautomatische oder automatische Ausgabe-, Applikations- und Spendevorrichtungen kompakter Bauart.

Dielektrische Festigkeit

Synonym für die Durchschlagsfestigkeit – siehe dort.

Diamantwerkzeug

Diamantwerkzeuge zum Trennen, Schleifen, Fräsen oder Bohren bestehen aus einem metallischen Grundkörper mit integrierten Industriediamanten. Ein Beispiel für solche synthetisch hergestellten Diamanten sind polykristalline Diamanten (PKD), bei denen sich eine sehr harte, untereinander verwachsene Masse von Diamantpartikeln mit Zufallsorientierung in einer Metallmatrix befindet. PKD werden durch Sintern von Diamantpartikeln unter hohem Druck und hohen Temperaturen gefertigt und kommen als Schneidstoffe in der Zerspanungstechnik zum Einsatz.

Desinfektionsindikatoren

Spezialetiketten im Produktsortiment von Kager zur Überwachung von thermischen Desinfektionsprozessen in Lebensmittelhygiene, Laborwesen und Medizin. Die thermischen Desinfektionsindikatoren (T.D.I) zeigen durch einen dreistufen Farbwechsel an, ob während eines Standard-Spülvorgangs (65° C), bei der kombinierten chemisch-thermischen Desinfektion (71° C) oder bei der thermischen Desinfektion (82° C) die erforderlichen Temperaturen erreicht wurden.

Dampfsterilisation

Die Dampfsterilisation gilt als sicherstes Verfahren der Sterilisationstechnik und basiert auf der Wirkung von feuchter Hitze, die die Proteine der Zellen von Mikroorganismen zerstört. Ein Dampfsterilisator arbeitet ähnlich wie ein Druckkochtopf: In einem verschlossenen Raum erhitztes Wasser wird zum Sieden gebracht. Während Wasserdampf unter normalen Atmosphärendruck nicht heißer werden kann als 100 °C, steigt die Temperatur im dicht geschlossenen Druckkochtopf höher; zugleich steigt der Druck im Kessel und es entsteht gesättigter, gespannter Dampf mit hohem Wärmeinhalt, der die Mikroorganismen zerstört. Unter Sterilisation versteht man das Abtöten aller Mikroorganismen inklusive von Bakteriensporen mit dem Ziel der absoluten Keimfreiheit. Eine Oberfläche gilt dann als steril, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein lebender Keim vorhanden ist, niedriger als 1 : 10.000.000 ist.

Corr-Paint

Produktserie mit 1K- und 2K-Korrosionsschutz-Coatings im Handelsangebot von Kager, einsetzbar für Einsatztemperaturen von bis zu 204° C.

Colder

Produktname für einen handlichen Kaltluftstab im Kager-Portfolio, der zugeführte Druckluft in einen zielgerichtet justierbaren Kaltluftstrom mit einer Temperatur von bis zu -55°C verwandelt. Siehe auch: Line-Blow.

Coating

Englischer Begriff für technische Beschichtungen zum Schutz von Oberflächen (z.B. Lack). Der Begriff wird auch für das Beschichten im Sinne der fertigungstechnischen Hauptgruppe nach DIN 8580 verwendet. Beschichtungsverfahren dienen dem Auftragen einer festhaftenden Schicht aus formlosem Material auf die Oberfläche eines Bauteils. Ein Coating bzw. eine Beschichtung kann dünn- oder dickschichtig sein oder aus mehreren Schichten bestehen. Man unterscheidet chemische, mechanische, thermische und thermomechanische Beschichtungsverfahren.

Chillchecker

Produktgruppe im Sortiment von Kager mit einer Auswahl an selbstklebenden Einzelmesspunkten zur Überwachung von Niedrigtemperaturen von unter 0° C.

Chemisches Ätzen

Methode der subtraktiven Fertigungstechnik, vorrangig angewendet zur Herstellung von spannungs- und gratfreien Präzisionsbauteilen aus Eisen- und Nichteisen-Metallen. Wird international auch als Photo-Chemical Machining (PCM) bezeichnet. Das Verfahren kommt im industriellen Maßstab unter anderem zur Produktion von Bauteilen mit feiner Gitter- oder Netzstruktur sowie Leiterplatinen für integrierte Schaltkreise, Brennstoffzellen-Platten, Spezialfedern und Dekoteilen zum Einsatz.