Glossar

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Polyethylen
Preisgünstiger thermoplastischer Kunststoff mit niedrigem spezifischen Gewicht (0,95 g/cm³) und guter chemischer Beständigkeit gegen Öl, Alkohol, Säuren, Laugen, Salzlösungen, Wasser und Benzin. Unter 60°C in fast allen organischen Lösungsmitteln unlöslich. Ausgezeichnete elektrische Isoliereigenschaften. Physiologisch unbedenklich, geruchlos. Abriebfest und schlagzäh, gute Gleiteigenschaften. Obere Gebrauchstemperatur dauerhaft bis 80°C (kurzzeitig bis 100°C). Gut schweiß- und verarbeitbar. Nur geringe Wasseraufnahme.
Polyester
Überbegriff für eine Reihe verschiedener synthetischer Polymere (Kunststoffe) mit hohem Verbreitungsgrad wie etwa Polycarbonat (PC) oder Polyethylenterephthalat (PET). Polyester kommen häufig für die Herstellung von Faserprodukten, Faserverbundwerkstoffen, Vliesstoffen oder Lacken zum Einsatz.
POF
Kurzbezeichnung für Polymere Optische Faser. Werden beispielsweise zur Datenübertragung verwendet.
Pneumatik
Der Begriff steht für alle Verfahren und technischen Anwendungen, die Druckluft zur Verrichtung von Arbeiten nutzen. Wird auch als Branchenbezeichnung verwendet. Im Unterschied dazu befasst sich die Hydraulik mit dem Einsatz von Flüssigkeiten als Arbeitsmedium.
Plastifikation
Wechsel eines Materials vom festen in einen weichen oder fließfähigen Zustand mit dem Ziel ihn plastisch verformbar zu machen. Als Plastifizierung versteht man in der Technik auch das Beschichten von Werkstücken mit Schutzschichten.
Plasmabehandlung
Sammelbegriff für alle Plasmaprozesse, die in der technischen Oberflächentechnik angewendet werden. Dazu zählen u.a. die Plasmareinigung, die Plasmaaktivierung sowie das Plasmaätzen und Plasmabeschichten. Plasmaverfahren haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem flexiblen Bearbeitungswerkzeug für industrielle Anwendungen entwickelt. Die verfahrenstechnische Grundlage basiert auf dem physikalischen Prinzip, dass sich durch Zufuhr von Energie die Aggregatzustände von Stoffen ändern. Festes wird flüssig und Flüssiges wird gasförmig. Reichert man Gas mit weiterer Energie an, wird es ionisiert und wechselt in den energiereichen Plasmazustand. Über 99 Prozent der sichtbaren Materie im Universum sind in diesem Zustand. In seiner natürlichen Form kommt Plasma beispielweise in Gewitterblitzen oder als (ant)arktisches Polarlicht vor. Während einer Sonnenfinsternis ist es als Lichtkreis (Korona) um die Sonne sichtbar. Technisch erzeugt werden kann Plasma durch das Anlegen elektrischer Felder. In Plasmen werden hochangeregte Teilchen und Radikale generiert, die chemische Reaktionen auslösen können, die unter Normalbedingungen nicht erreichbar sind. Die Temperatur der Werkstücke kann dabei niedrig gehalten werden.
Photovoltaik
Bezeichnung für das Fachgebiet und die Branchen, die sich mit der Wandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie beschäftigen; Teilbereich der Solartechnik. Die photovoltaische Energiewandlung macht sich den photoelektrischen Effekt von Solarzellen zu Nutzen. Die gewonnene Elektrizität lässt sich direkt anwenden, in Versorgungsnetze einspeisen oder speichern. Vor der Einleitung in Wechselspannungs-Stromnetze muss die erzeugte Gleichspannung mit Wechselrichtern transformiert werden. Ein System aus Solarmodulen mit Solarzellen und seinen weiteren Komponenten bezeichnet man als Photovoltaikanlage. Als bei weitem bedeutendste Anwendung der Photovoltaik gilt heute die netzgebundene Stromerzeugung durch entsprechende Anlagen auf Gebäudedächern und Freiflächen. Der Begriff ist eine Ableitung aus dem griechischen Wort für „Licht“ (phos) und der Maßeinheit für elektrische Spannung (Volt).
Phenolharz
Phenolharz wurde 1907 entwickelt, gehört zu den ersten industriell verarbeiteten Kunststoffen und wird bis heute breit gefächert verwendet. Seinen historisch wohl populärsten Einsatz fand das Material als Karosserie-Werkstoff für die Trabant-Pkw der DDR. Durch Pressen und in Kombination mit zahlreichen Additiven lassen sich aus Phenolharz viele verschiedene Formteile fertigen. Weil bei der chemischen Aufbereitung und der flüssigen Verarbeitung mit Formaldehyd und Phenol zwei giftige Inhaltstoffe benutzt werden, eignet sich Phenolharz nicht für Produkte, die mit Nahrungsmitteln oder menschlicher Haut in Berührung kommen. Beim Einsatz als Dämmmaterial, Farbe oder Lack sind strenge Sicherheitsauflagen zu berücksichtigen.
Petrochemie
Allgemein gebräuchlicher Begriff, unter dem alle Verfahren für die Herstellung von chemischen Produkten aus Erdgas und Erdöl-Fraktionen zusammengefast sind. Wird auch als Branchenbezeichnung verwendet.
PET
Kurzbezeichnung für Polyethylenterephthalat, einen thermoplastischen Kunststoff aus der Gruppe der Polyester. PET wird vielfältig verwendet; unter anderem zur Produktion von Kunststoffflaschen, Folien und Textilfasern.
Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Als Persönliche Schutzausrüstung wird laut PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) eine Ausrüstung bezeichnet, die im Arbeitsleben gegen eine Gefährdung der Sicherheit und der Gesundheit schützt. Dazu zählen beispielsweise Atemschutzgeräte, Absturzsicherungen und Arbeitsschutzkleidung. Genauere Spezifizierungen dazu finden sich in zahlreichen DGVU-Regelwerken der Reihe 112. Nicht als PSA gelten unter anderem normale Arbeitskleidung und Uniformen, Ausrüstungen für Not- und Rettungsdienste sowie die persönlichen Schutzausrüstungen von Bundeswehr, Katastrophenschutz und Polizei.
PE
Geläufige Kurzbezeichnung für den weit verbreiteten technischen Kunststoff Polyethylen (weiteres siehe dort).
PCW/ PCW-Wolle
Kurzbezeichnung für Polykristalline Wollen. PCW-Wollen bestehen aus keramischen Fasern mit einem Aluminiumoxid (Al2O3)-Gewichtsanteil von mehr als 70 Prozent und finden meist bei Einsatztemperaturen von über 1.300°C und bei anspruchsvollen chemisch-physikalischen Anwendung (auch bei niedrigeren Temperaturen). Polykristalline Wollen werden im Sol-Gel-Verfahren aus wässerigen Spinnlösungen gewonnen. Dabei werden zunächst entstehende wasserlösliche Grünfasern durch anschließende Wärmebehandlung kristallisiert; dazu siehe VDI 3469 Blatt 1 und 5.
Papiergewicht
Fachbegriff aus der Drucktechnik für das Flächengewicht bzw. das Grammgewicht (Grammatur) von Papier pro Quadratmeter. Seidenpapier hat eine Grammatur von bis zu 25 g/m2, Kraftpapier von bis zu 120 g/m2.
Pantone-Farbskala
Gebräuchliche deutsche Bezeichnung für das Pantone Matching System (PMS), ein international verwendetes Farbsystem. Wird primär in Grafik sowie Druck- und Verpackungstechnik genutzt. Entwickelt wurde es 1963 vom US-amerikanischen Unternehmen Pantone LLC. Aktuell listet das System 1755 Sonderfarben auf, die sich größtenteils nicht im Vierfarbdruck erzeugen lassen. Es ordnet diesen Farben Nummern zu und dient der vereinfachten Kommunikation und Abstimmung zwischen den an der Erstellung von Druckerzeugnissen beteiligten Mitarbeitern.